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  1. #1

    Was ist : Composite Video / FBAS - S-Video / YC - VGA / RGB

    Nachfolgend wird erklärt , was folgende Begriffe bedeuten :

    Composite Video / FBAS
    S-Video / YC
    VGA / RGB
    Component Video / YUV
    DVI
    HDMI


    Quelle : NEC HEIMKINO 10-04 ( Der Projektor Ratgeber )
    gefunden von : molesterman

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    Ein wichtiger Faktor bei der Projektion ist die Signalzuspeisung.
    Der beste Projektor kann nur so gute Bildergebnisse abliefern,
    wie das Signal an Qualität hergibt. Wir haben für Sie die gängigsten
    Videosignale zusammengetragen und erklären, wo die Vor- und
    Nachteile der jeweiligen Signallösungen liegen.

    Composite Video / FBAS

    Bei Composite Video (auch „FBAS“ genannt) handelt es sich um die einfachste,
    jedoch auch schlechteste Variante der Bildübertragung. „FBAS“ steht für „Farb-Bild-
    Austast-Synchron-Signal“, das alle zum korrekten Bildaufbau nötigen Komponenten
    in einem Kabel vereint und zum Projektor leitet. Eigentlich ist diese Art der Signal-
    übertragung ein Relikt aus der Frühzeit des Farbfernsehens, denn FBAS wurde
    entwickelt, um zu alten Schwarz-Weiß-Fernsehern kompatibel zu sein, die das für
    Farb-TV´s enthaltene Farbsignal nicht entschlüsseln konnten. Schlecht ist die Qualität
    dieser Signalart deshalb, weil die Farbinformationen im oberen Frequenzbereich des
    FBAS-Signals abgelegt sind (4,43 MHz). So nimmt die Farbe genau die Kapazität des
    Frequenzbandes in Anspruch, die eigentlich für Bilddetails und Auflösung wichtig ist –
    mit dem Ergebnis, das Bild mit hässlichen Moiré-Effekten und mangelnder Farbauflösung
    zu verschlechtern. Meist als gelbe Cinchbuchse und mit der Bezeichnung „Composite“
    oder „FBAS“ beschriftet, findet sich diese Art von Bildausgang an jedem gängigen
    DVD-Spieler. Da dieses Signal das geläufigste unter kommerziellen Videogeräten ist,
    findet sich an jedem Projektor der passende Eingang.
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  2. #2

    S-Video / YC

    Eine beinahe hundertprozentige Bildverbesserunggegenüber FBAS ist S-Video
    (auch „Y/C“ genannt). Bei dieser Übertragungsform wird das Bild bereits in zwei
    unterschiedlichen Komponenten zum Projektor übertragen. Der Ausdruck „Y/C“
    beschreibt die Art des Signals: „Y“ steht im Videobereich für Luminanz (Helligkeit),
    während der Buchstabe „C“ für Farbe (Chrominanz) steht. Vorteil dieser Übertragungsform
    ist, dass der Helligkeit wie auch der Farbe ein separater Leiter im Kabel zur Verfügung
    steht, der speziell für die jeweiligen Komponenten konfiguriert ist.
    Die beiden Signale stören sich so nicht gegenseitig und berauben sich nicht ihrer jeweiligen
    Frequenzkapazitäten. Das Ergebnis: höhere Farbtrennung, Tiefeneindruck und Feinzeichnung
    im Videobild. Typische Merkmale des S-Video-Inputs (auch Mini-DIN-Eingang (4-Pol) genannt)
    sind seine vier schmalen Öffnungen, in die mit äußerster Vorsicht die vier feinen Stifte des
    Steckers eingeführt werden müssen. Warum vier Stifte? Neben Helligkeit und Farbe stellen die übrigen
    Beinchen die Masseleiter der jeweiligen Komponenten dar. Da die meisten Projektoren neben
    FBAS über einen solchen S-Video-Eingang verfügen, sollte mindestens mit dieser Signalart ein
    Bild von der Bildquelle zum Display übertragen werden.
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  3. #3

    VGA / RGB

    Vor allem im Profibereich findet diese Bildübertragungsart großen Zuspruch, da VGA
    das RGB-Signal zugrunde liegt. „RGB“ steht für Rot, Grün und Blau, jene Grundfarben, die
    addiert Weiß ergeben. Die Komponenten des Bildsignals werden voneinander isoliert über
    ein Kabel zum Display übertragen. Da die meisten Projektoren Cinch- beziehungsweise
    BNCEingänge für die Einspeisung eines RGB Signals besitzen, benötigen die Bildwerfer
    neben der Farbinformation Signale für eine horizontale und vertikale Bildsynchronisation.
    Klassische RGB-Kabel verfügen deshalb über fünf anstatt nur über drei Kabel, um auch die
    Synchronisation isoliert zum Bildgerät übertragen zu können. Auch VGA-Ein- und Ausgänge
    übertragen das RGB-Signal – je nach Gerät kann also auch ein herkömmliches VGA-Kabel
    zur Verbindung mit einem Quellengerät benötigt werden.
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  4. #4

    Component Video / YUV

    Da die Farbinformationen auf der DVD nicht in RGB, sondern in einer Differenz zueinander
    abgespeichert sind, liegt es nahe, bei Möglichkeit ein Farbdifferenzsignal aus dem
    DVD Spieler zum Projektor zu leiten. Das Farbdifferenzsignal wird als „YUV“ bezeichnet,
    wobei „Y“ wieder für die Helligkeit, „U“ und „V“ jeweils für „Differenz-Rot“ und „Differenz-
    Blau“ stehen. Grün entsteht, wenn die beiden Differenzsignale „Blau“ und „Rot“ wieder
    miteinander im Bildgerät zusammengeführt werden. Der Vorteil dieser Übertragungsform
    ist der, dass auch bei YUV die Signale auf getrenntem Wege zum Projektor übertragen
    werden. Das Signal von DVD muss zudem nichterst in RGB ummoduliert werden, um es
    an ein Bildgerät zu liefern. Wie bei RGB steigt auch bei YUV gegenüber S-Video nochmals die
    Farbauflösung und -trennung, und auch die Bildschärfe nimmt zu. Alle Progressive-Scan-
    DVD Spieler (DVD Spieler mit Vollbildausgabe anstelle der herkömmlichen Halbbildausgabe)
    besitzen einen YUV Ausgang. Wer in Zukunft mit Progressive Scan (PS) arbeiten möchte,
    sollte bei der Anschaffung eines Projektors auf einen derartigen Eingang und auf PS-Kompatibilität
    Wert legen. An DVD Spielern ist der YUV Ausgang (oft auch mit Y/Pr/Pb und Y/Cr /Cb gekennzeichnet)
    an drei farbigen Cinchbuchsen zu erkennen (Rot, Grün und Blau), die das YUV Signal an das
    Display weiterleiten.
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  5. #5

    DVI

    Bei DVI (Digital Visual Interface) handelt es sich um eine Daten-Schnittstelle, die eine
    verlustfreie Übertragung digitaler Videosignale vom Quellgerät zum Display ermöglicht –
    verlustfrei deshalb, weil die digitalen Daten von DVD nicht erst analogisiert, über lange
    Kabelstrecken übertragen und anschließend im Bildgerät zur Verarbeitung wieder digitalisiert
    werden müssen, sondern direkt nach MPEG Dekodierung im Player als Bit Stream über
    Strecken bis zu 20 Metern zum Display übertragen werden können.
    Ursprünglich ist DVI eine Bildschnittstelle aus der Computerindustrie, bei der schon seit
    langem Unmengen an Daten pro Sekunde von A nach B transportiert werden mussten. Im
    Zeitalter von DVD und HDTV (High Definition Television) findet DVI nun auch Anwendung in
    der Heimkino-Industrie. Bis zu 4,9 Gigabit pro Sekunde an Daten können vom Quellengerät
    zum Display gesendet werden – und das „nur“ im so genannten Single-Link-Betrieb. Eine
    Übertragung von Daten im Dual-Link-Verfahren bringt gleich eine Verdopplung der ohnehin
    schon gigantischen Übertragungskapazität mit sich. Damit ist DVI zur Übertragung aller im
    Videobereich gängigen Auflösungen geeignet, neben SDTV Bildmaterial (Standard-Definition
    Television) mit 480 (NTSC) beziehungsweise 576 (PAL) Zeilen interlaced und EDTV Bildmaterial
    (Enhanced Definition Television) mit 480 und 576 aktiven Bildzeilen (NTSC- und
    PAL-Progressive) können über ein DVI-Kabel auch HDTV-Bildsignale bis 1080p verlustfrei
    übertragen werden. Die Bildqualität ist bei digitaler Bildübertragung am besten, sofern
    das Display auch unter digitaler Signalzuspeisung eine ausreichende Konfiguration
    aller Bildparameter zulässt. Als Kopierschutz dient die von Intel entwickelte „HDCP Technologie“
    (High bandwith Digital Content Protection), die von der Motion Picture Association und Lizenzgebern
    der DVD als offizieller Kopierschutz anerkannt wurde. Alle Hometheater Geräte, die mit DVI-Schnittstellen
    ausgerüstet sind, sollten folglich mit der HDCP Kopierschutz-Technologie ausgerüstet sein.
    Unterstützt eines der Geräte (Display oder Player) dieses Protokoll nicht, kommt möglicherweise
    kein Bild bei einer DVI Verbindung zustande.
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  6. #6

    HDMI

    HDMI (High Definition Multimedia Interface) stellt die speziell für Unterhaltungselektronik-
    Geräte konzipierte Weiterentwicklung der schon seit längerem zum Einsatz kommenden
    digitalen Bildschnittstelle DVI dar. Wie bei DVI zeichnen bei dem HDMI Format drei TMDS Kanäle
    (Transition Minimized Digital Signaling) zur Übertragung digitaler Bilddatenpakete mit
    bis zu 165 MHz (!) Pixelwiederholungsrate verantwortlich.
    Ebenso ist auch beim HDMI Standard ein zusätzlicher Display Data Channel (DDC) vorgesehen,
    der eine Kommunikation zwischen den verbundenen Geräten ermöglicht – auf diese Weise
    können sich beispielsweise ein Bildwiedergabegerät und ein Display auf eine kompatible
    Bildauflösung einigen, was eine Inbetriebnahme von HDMI Geräten erheblich vereinfacht.
    Einziger Unterschied zwischen DVI und HDMI ist der, dass neben ausschließlich digitalen
    Bildsignalen auch digitale Audiosignale im HDMI Datenstrom übertragen werden.
    DVI hingegen bietet die Möglichkeit, auch analoge Bildsignale über das DVI Kabel zu
    transportieren (DVI-I). Während bei DVI Geräten bereits HDCP Kopierschutzkompatible
    Schnittstellen zum Einsatz kommen, ist eine HDCP Kopierschutz Kompatibilität im HDMI
    Standard fest implementiert.
    Im Klartext heißt das, dass alle HDMI Geräte untereinander einwandfrei funktionieren,
    während eine DVI/HDMI Verbindung durchaus zu den ein oder anderen Komplikationen
    führen kann – denn unterstützt ein DVI Gerät noch nicht den bei HDMI vorgeschriebenen
    Kopierschutz, dann kommt auch kein Bild bei einer Verlinkung solch verschiedenartiger
    Geräte zustande. Probieren geht hier also über studieren. Unterstützt ein DVI-Gerät
    jedoch den HDCP Standard, dann ist eine hundertprozentige Kompatibilität zwischen
    HDMI- und DVI Geräten gewährleistet.
    Praktisch ist vor allem der einfache HDMI Stecker, der im Gegensatz zu DVI Steckern
    einfach in die entsprechende Buchse hineingesteckt wird – das Fixieren des Steckers
    mittels Arretierungsschrauben wie beim DVI Format gehört somit der Vergangenheit an.
    Dank universeller Einsatzmöglichkeiten nebst digitaler Bild- und Tonübertragung sowie
    einfachem Plug & Play Charakter handelt es sich bei HDMI wohl um die „Scart Verbindung“
    der Zukunft. Adapterkabel von HDMI auf DVI gibt es unter anderem von Hama.
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