Nachfolgend ein paar Tipps zur Leinwand .

Quelle : NEC HEIMKINO 10-04 ( Der Projektor Ratgeber )
gefunden von : molesterman

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Auszug zum Thema Leinwand :

Welche Bildgröße?

Ist die Wahl auf ein bestimmtes Leinwandsystem gefallen, steht eine weitere
Entscheidung ins Haus: Die Bildgröße. Für die beste, dem Raum und den
Sitzplätzen angepasste Flächengröße sollten einige Faustregeln berücksichtigt
werden. Da bei zu großen Leinwandbreiten die Auflösung des PAL-Bildmaterials
deutlich sichtbar wird, empfiehlt es sich, die ideale Leinwandbreite anhand des
Sitzabstandes zu ermitteln. Dabei wird der Betrachtungsabstand mit dem Faktor
0,55 multipliziert, wobei das Ergebnis dieser Rechnung die perfekte Leinwandbreite
ergibt.

Beispiel gefällig?

Der Sitzabstand vom Sessel zur zukünftigen Leinwand beträgt drei Meter,
dann sollte die Leinwand eine Bildbreite von 1,65 Meter nicht überschreiten.
Bei HDTV-Bildmaterial vergrößert sich der Faktor von 0,55 auf 0,7, da
High-Defintion-Bildmaterial eine wesentlich höhere Bildauflösung aufweist
als SDTV Bildmaterial mit 480 (NTSC) beziehungsweise 576 (PAL) Bildzeilen.
Zudem sollte der Blickwinkel auf die Leinwand zwischen 30 und 35 Grad liegen,
da dieser dem menschlichen Sichtfeld entspricht und wichtige Bildinformationen
nicht nur noch aus dem Augenwinkel wahrnehmen lässt. Zu guter Letzt wäre da
noch der Aspekt Mindestabstand von Leinwandunterkante zum Boden: das ideale
Maß liegt hier zwischen 70 und 90 Zentimeter.

Trotz der vielen verschiedenen Tuchsorten empfiehlt es sich, in abdunkelbaren
Räumen mit einem diffus reflektierenden, mattweißen Tuch zu arbeiten. Diese Art
der Leinwände sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Lichtes über einen weiten
horizontalen Sichtwinkel. Der Reflexionsgrad bei Leinwänden wird in „Gain“ angegeben,
wobei mattweiße Tücher meist den niedrigsten Gain von 1,2 besitzen.
Für einen abdunkelbarenRaum sind diese Tücher die beste Wahl.


Übersicht verschiedener Tucharten

Diffus reflektierende Tuchsorten:



Optische Eigenschaften:
Diffus reflektierende Tücher sorgen für eine gleichmäßige Reflexion
des Lichtes über einen breiten horizontalen wie auch vertikalen Sichtwinkel.
Anwendung:
Diese Art der Bildwände findet ihre Anwendung in gut abdunkelbaren Räumen.
Speziell im Heimkinobereich sorgen die mattweißen Tücher für eine homogene
Darstellung des Kinobildes.


Spekular reflektierende Tuchsorten:


Optische Eigenschaften:
Leinwände dieses Typs besitzen eine spezielle Deckschicht, die für eine erhöhte Leuchtdichte
sorgt. Die Art der Reflexion ist einem Spiegel sehr ähnlich, da der Abstrahlwinkel dem Auftreffwinkel
entgegengesetzt ist. Der Sichtwinkel bleibt dennoch relativ breit.
Anwendung:
Gerade in Räumen mit erhöhtem Umgebungslicht ist der Einsatz solcher Leinwände
sinnvoll: Die erhöhte Leuchtdichte sorgt dafür, dass trotz höherem Umgebungslicht kontrastreiche
Bildinformationen zum Auge des Zuschauers gelangen.


Retro-reflexive Tuchsorten


Optische Eigenschaften:
Bei dieser Art von Leinwänden befinden sich auf der Oberfläche winzige Glaskörner, die eine
überhöhte Bildhelligkeit bei niedrigerem Sichtwinkel gewährleisten. Hier ist der Auftreffwinkel
dem Abstrahlwinkel gleich.
Anwendung:
Vor allem im Präsentationsbereich wird dieser Leinwandtyp stark genutzt. Da die Leinwände
eine hohe Lichtausbeute mit sich bringen, kann im Vorführraum ein hoher Grad an Umgebungslicht
herrschen. Der Sichtwinkel dagegen ist sehr schmal. Damit ist diese Tuchart für das Heimkino
ungeeignet.