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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 550 mm Fresnel sinnvoll bei 500 mm Objektiv?



phalanx
16.02.2006, 00:04
Hallo,

ich wollte mir eine 550mm Fresnel 320mmx400mm kaufen, jedoch weiß ich nicht ob die bei einem 600 bzw. 500 mm sinnvoll ist.

Ich habe mich durch einige Threads durchgelesen, jedoch bin ich etwas verwirrt. Könnte bei 550 mm Fresnel und 500 mm Objektiv ein Problem mit den Brennweiten auftreten?

Was wäre eine Alternative?

Gruß Phalanx


PS: Brauche die hohe Brennweite für die ca. 5 Meter entfernte Leinwand.

gaming247
16.02.2006, 00:24
das einzig Problem könnte sein, daß der Lichtfleck am Objektiv noch zu groß ist, weil die Fresnel nicht stark genug bündelt.

Kommt also auch auf den Objektiv Durchmesser an.

dasammy
16.02.2006, 20:22
Eine Alternative hängt von deinem Projekt ab.

Kannst auch ein kleineres Objektiv nehmen (zB die normalen 345er) und ne fresnel mit um die 300mm Brennweite. Dazu noch ein Brillenglasmod um auf deine gewünschte Bilddiagonale zu kommen. Aber es kann sein, das durch das Brillenglas dein projeziertes Bild etwas schlechter wird ...

phalanx
16.02.2006, 21:29
Den Brillenglas-Trick wollte ich von Anfang an nicht anwenden, da sich das Bild verschlechtert und ich glaube auch etwas dunkler wird.

Ich denke 500 Objektiv und 550 mm ist schon angemessen oder?
Oder sollte man doch besser ein 600 mm verwenden?


Vielen Dank


Gruß

Phalanx

Koala
16.02.2006, 22:25
Hi phalanx,

wie gaming247 schon geschrieben hat, könnte es bei der ersten Anordnung sein...

daß der Lichtfleck am Objektiv noch zu groß ist, weil die Fresnel nicht stark genug bündelt

Wenn du jetzt statt 550mm Fresnel eine 600mm nimmst, ist der Lichtfleck ja noch grösser, weil sie ja noch weniger bündelt...

*gruebel*
Oder meinst du mit 600 mm das Objektiv? :-k

Bin ein bisschen verwirrt, weil du oben nur was von verschiedenen Fresnel schreibst...

550mm Fresnel und 600mm Objektiv sollten gut passen.

Schöne Grüsse,
Matthias

lumiluxer
16.02.2006, 23:24
Hallo
@phalanx Was sagt denn das Bildberechnungstool ,welche Brennweite bei den 5 m Abstand,der gewünschten Diagonale und der Displaydiagonale ?
Welche Maße hat das 500er Objektiv?

Bei meinem 420er Epis-Objektiv und 15 Zoll Display,1te Fresnel 320,Sandwich,gings Bild nur mit 550er Fresnel durchs Objektiv,obwohl etliche hier im Forum es schon mit ner 2ten 320er Fresnel geschafft haben.
Bei nem 500er Objektiv und 15 Zoll Display würd ich auf jeden Fall ne 550er nehmen,macht den Beamer leider arg lang.
Ob das auch mit nem 600er Objektiv geht weiß ich nicht.

Du musst dir den Strahlengang nach der letzten Fresnel als waagerecht liegenden Doppelkegel vorstellen,mit den Spitzen zueinander.Die Spitzen liegen in deinem Objektiv.Der Fokus ist jedoch nicht in der Mitte des Objektivs,das wär ja viel zu einfach ,sondern je nach Anordnung der verschiedenen Linsen irgendwo in der Gesamtlänge des Objektivs,also nur ungefähr in der Mitte.
Jetzt kommts darauf an dass der Kegeldurchmesser an der Eingangslinse klein genug ist um sozusagen reinzugehen ins Objektiv und das der Kegeldurchmesser der aus dem Objektiv austritt ebenfalls klein genug ist um durch die letzte Linse des Objektivs zu gehen.Durch den aussermittig liegenden Fokus sind die Kegeldurchmesser verschieden!

Daraus folgt:Je größer die Linsendurchmesser und je kürzer das Objektiv
umso einfacher geht das Bild durch.Und je größer die Brennweite der 2ten Fresnel desto flacher aber länger der Doppelkegel.

Das 420er Epis hat z.B.Linsendurchmesser 95 mm bei ner Länge von 140 mm.Da geht der Doppelkegel einer 550er Fresnel problemlos durch.
Wenn das 500er ähnliche Maße hat gehts also mit ner 550er.

Hoffentlich versteht man mein Geschwafel.

Lumiluxer

phalanx
17.02.2006, 00:03
Hi phalanx,

wie gaming247 schon geschrieben hat, könnte es bei der ersten Anordnung sein...

daß der Lichtfleck am Objektiv noch zu groß ist, weil die Fresnel nicht stark genug bündelt

Wenn du jetzt statt 550mm Fresnel eine 600mm nimmst, ist der Lichtfleck ja noch grösser, weil sie ja noch weniger bündelt...

*gruebel*
Oder meinst du mit 600 mm das Objektiv? :-k

Bin ein bisschen verwirrt, weil du oben nur was von verschiedenen Fresnel schreibst...

550mm Fresnel und 600mm Objektiv sollten gut passen.

Schöne Grüsse,
Matthias

Nein ich meine mit 600 mm das Objektiv, also ich spreche hier quasi static von einer 550 mm Fresnel und variabel von einem Objektiv von 500 mm oder 600 mm. Verstehe aber was du meinst.
Das Prinzip ist mir klar, möchte ja die Sandwich Methode verwenden, wollte den Beamer aber auch nicht allzu groß machen, aber 5 m Distanz müssen irgendwie überwunden werden.


Hallo
@phalanx Was sagt denn das Bildberechnungstool ,welche Brennweite bei den 5 m Abstand,der gewünschten Diagonale und der Displaydiagonale ?
Welche Maße hat das 500er Objektiv?

Bei meinem 420er Epis-Objektiv und 15 Zoll Display,1te Fresnel 320,Sandwich,gings Bild nur mit 550er Fresnel durchs Objektiv,obwohl etliche hier im Forum es schon mit ner 2ten 320er Fresnel geschafft haben.
Bei nem 500er Objektiv und 15 Zoll Display würd ich auf jeden Fall ne 550er nehmen,macht den Beamer leider arg lang.
Ob das auch mit nem 600er Objektiv geht weiß ich nicht.

Du musst dir den Strahlengang nach der letzten Fresnel als waagerecht liegenden Doppelkegel vorstellen,mit den Spitzen zueinander.Die Spitzen liegen in deinem Objektiv.Der Fokus ist jedoch nicht in der Mitte des Objektivs,das wär ja viel zu einfach ,sondern je nach Anordnung der verschiedenen Linsen irgendwo in der Gesamtlänge des Objektivs,also nur ungefähr in der Mitte.
Jetzt kommts darauf an dass der Kegeldurchmesser an der Eingangslinse klein genug ist um sozusagen reinzugehen ins Objektiv und das der Kegeldurchmesser der aus dem Objektiv austritt ebenfalls klein genug ist um durch die letzte Linse des Objektivs zu gehen.Durch den aussermittig liegenden Fokus sind die Kegeldurchmesser verschieden!

Daraus folgt:Je größer die Linsendurchmesser und je kürzer das Objektiv
umso einfacher geht das Bild durch.Und je größer die Brennweite der 2ten Fresnel desto flacher aber länger der Doppelkegel.

Das 420er Epis hat z.B.Linsendurchmesser 95 mm bei ner Länge von 140 mm.Da geht der Doppelkegel einer 550er Fresnel problemlos durch.
Wenn das 500er ähnliche Maße hat gehts also mit ner 550er.

Hoffentlich versteht man mein Geschwafel.

Lumiluxer

Erstmal ist dein Post kein "Geschwafel" und zweitens versteh ich alles bestens. Dann kann man also davon ausgehen, je größer der Durchmesser ist, desto kleiner wird der Wert x beim Lichtdurchlässigkeitsverhältnis 1:x , der ja meist auf den Objektiven steht.

Also, bei einem 15''er , 305 cm Diagonale und ca. 5 Meter (sind etwas mehr als 5 m, ca. 5,50 ) erhalte ich eine Objektivbrennweite von 555.23 mm, bei den 5,50 Metern 610.75 mm.

Ich tendiere dann eher zu einem 600 mm Objektiv, Problem ist aber die 2. Fresnel mit 550 mm und ob das dann klappt, natürlich würde ich das gerne so klein wie möglich halten, aber ob eine 320er Fresnel bei 600 mm Objektiv hinhaut (oder muss im Grunde der Brennpunkt der 2. Fresnel im Objektiv liegen, egal wie groß die Brennweite des Objektivs ist? Weil normalerweise sollte der Abstand TFT-Objektiv ja ungefähr der Brennweite des Objektivs betragen.

Vielen Dank für die Antworten!

Gruß

Phalanx

lumiluxer
17.02.2006, 00:52
Der Brennpunkt muß nicht ganz genau im Objektiv liegen.Bei kurzen OHP Objektiven gehen auch etwas kleinere und größere Abstände als die Fresnelbrennweite zwischen TFT und Obj.

Ne 320er wird beim 600er aber keinesfalls funktionieren,dass 600er wird bestimmt so lang wie ein 420er sein,eher wohl deutlich mehr.Außerdem stimmt dann die Objektweite überhaupt nicht mehr.Scharfstellen nicht möglich.
Muß man mit 550er ausprobieren.Ist halt ein gewisses Risiko.Würde bei dem Abstand ein 600er kaufen und ne 550er,das muß eigentlich funktionieren.Um den Beamer kürzer zu machen könnte man mit nem OF Spiegel arbeiten,ist halt teuer.
Oder den Standort nochmal überdenken und nach Alternativen suchen.

Lumiluxer

melvin
17.02.2006, 11:11
@phalanx: Warum nimmst Du nicht nur eine Fresnel mit z.B. 220mm Brennweite (Zwei Fresnels mit 330 und 550 ergeben zusammen mit 206,25mm einen ähnlichen Wert). Du hast dann ein helleres Bild weil nur eine Fresnel im Spiel ist und bist sehr flexibel was die Abstände angeht.

f=Brennweite der einzigen Fresnel
x=Abstand Brenner-Fresnel
y=Anstand Fresnel-Brennpunkt des Lichts
g=Gesamtlänge (Brenner-Brennpunkt der Lichts)

x=f*y/(y-f)
y=f*x/(x-f)
g=x^2/(x-f)


mit f=220mm und einem 500mm Objektiv ergibt sich:

x=393mm
y=500mm
g=892mm

Bei meinen Tests komme ich mit diesen Formeln als Ausgangspunkt gut hin (Fresnel 220mm, Objektiv 457mm). Nimmt man einen Kondensor hinzu verkürzt sich die Gesamtlänge um wenige Zentimeter, je nach Abstand zum Brenner und Brennweite des Kondensors. TFT kommt dann zwischen Fresnel und Objektiv und zwar möglichst nah an die Fresnel.

Ich hab eigentlich alles beisammen, als nächstes wird Holz gekauft.

melvin

phalanx
18.02.2006, 00:54
@melvin: wird dann der TFT nicht schräg durchleuchtet, was dann evtl. zu Farbveränderungen beim Bild führen kann?

Zyral
18.02.2006, 01:07
@melvin:
du hast da was anscheinend noch nicht verstanden.
wenn hier von einer fresnel die rede ist wird eigentlich eine hälfte gemeint.
d.h. die 1. fresnel(hälfte) parallelisiert das licht, das von der lampe kommt, damit es senkrecht durchs tft gehen kann.
die 2. fresnel(hälfte) bündelt dann das parallele licht wieder in richtung objektiv, damit das komplette bild durchs objektiv geht.

sind 1. und 2. fresnelhälfte zusammen wird das tft zwar etwas schräg durchleuchtet, dafür ist aber auch die leuchtdichte höher (kompressormethode).

nur ein fresnel(hälfte) alleine funktioniert also nicht !!!

phalanx
18.02.2006, 02:28
Da ich viel wert auf ein kontrastreiches Bild lege, fällt die Kompressormethode weg.
Ich werde jetzt eine 550er Fresnel und ein 600er Objektiv benutzen und dann schauen, inwieweit noch optimiert werden könnte.

falls noch wer einen guten tip haben sollte, der mir ermöglicht trotz großer Disantz (~5,50m) zur Leinwand eine adäquate lösung zu finden (größe, kosten) wäre ich sehr dankbar.

gruß

Phalanx

melvin
19.02.2006, 15:36
@Zyral: Welche physikalische Gesetzmäßigkeit sollte das verhindern? Eine Fresnellinse verhält sich auch nicht anders als eine mormale Linse. Und setzt man zwei Fresnellinsen sehr nah aneinander wie bei der Kompressormethode (oder direkt aneinander wie in einem OHP) kann man auch gleich nur eine Fresnel (-hälfte) nehmen (mit entsprechender Brennweite natürlich). Manche OHPs (z.B. von 3M) arbeiten sogar mit nur einer Fresnel, Brennweite ist dann so um die 150mm. Das ist nicht nur theoretisch so, sondern läßt sich auch praktisch überprüfen, bei meinem Testaufbau funktionierts zum Beispiel sehr gut.

Zwei Fresnelhälften braucht man also nur bei Split-Methode, oder um den Aufbau zu verkürzen.

kikeriki
19.02.2006, 16:32
ich hab mir jetzt den Thread nicht durchgelesen.
Wollte Dir nur sagen, das eine Fresnel mit f=550 sinnvoll ist, weil ein Objektiv mit F=500 weiter wie 500 mm von dem TFT entfernt platziert wird. Benutz einfach mal das Berechnugstool, dann wirst es sehen.

greetings KIKeRIKI

phalanx
19.02.2006, 17:06
ich hab mir jetzt den Thread nicht durchgelesen.
Wollte Dir nur sagen, das eine Fresnel mit f=550 sinnvoll ist, weil ein Objektiv mit F=500 weiter wie 500 mm von dem TFT entfernt platziert wird. Benutz einfach mal das Berechnugstool, dann wirst es sehen.

greetings KIKeRIKI

Berechnungstools (xls sowie exe) hab ich schon durchgetestet, das Problem ist das ich Openoffice benutze und wenn ich auf die roten Buttons klicke, wird anscheinend das Macro nicht ausgeführt. Eine adäquate exe version wäre super, bin aber leider kein vb o.ä. fachmann.

Nun gut, dann Fresnel mit 550er Brennweite und Objektiv mit 500 mm,
die brennweite des 600 mm Objektivs wäre dann definitiv zu groß und die brennweite der fresnel würde sich dann vom abstand her vor dem objektiv befinden (bild müsste dann verdreht erscheinen).

kikeriki
19.02.2006, 21:49
nene @phalanx
(bild müsste dann verdreht erscheinen)
ist nicht der Fall, Die Fresnel macht nichts anderes wie das Licht auf das Objektiv zu bündeln. Die Brennweite des Objektives ist massgebend für den Abstand TFT-Objektiv. Die Brennweite der Fresnel ist massgebend für die minimale/maximale Brennweite des Objektives, wobei das Lichtbündel welches von der Fresnel produziert wird, durch die Öffnung des Objektives passen muss. Diese Öffnung des Objektives sollte nicht mehr wie 70% der tatsächlichen freien Öffnung des Objektives betragen. (Sphärische Apperation des Objektives)--- das heist, die Objektive sind meistens aus sphärischen (sphärisch = kugelförmig) Linsen hergestllt und nicht aus parabolen Linsen, deswegen haben diese Objektive in der Mitte die beste Abbildungsqualität, welche nach Aussen hin schlechter wird---(sphärische Apperation = Abbildungsfehler resultierend aus der kugelform) eben.

hoffe geholfen haben zu können.
greetings KIKeRIKI

phalanx
19.02.2006, 22:40
@kikeriki: das hat jetzt nichts damit zu tun was ich meinte, wenn der brennpunkt bei 550 mm ist, dann ist das bild nach diesen 55 cm verdreht. das problem kennt jeder der schonmal eine lupe in der hand gehalten hat, bei genug entfernt wird das objektiv das man beguckt auf den kopfgestellt.

was bedeutet "freie öffnung des objektivs?"
nachdem was du sagst, sollte man also wenn möglich parabole linsen verwenden, da die zentrierung des brennpunktes dann keine sonderliche rolle mehr spielt?

gruß
Phalanx