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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Werkzeugkästen wo am besten kaufen?



EnergyDrinker
29.08.2014, 10:51
Hallo,

Ich wollte mir schon seit langem einen oder mehrere Werkzeugkästen zulegen, mein Vater sagt immer dass ich diese nie billig kaufen sollt.
Genau definiert hat er seine Aussage aber nie, Ich habe jetzt hier einen 251 tlg. Werkzeugkoffer gefunden für knapp 100 €
Es ist kein Fachgeschäft aber der Preis ist schon mal teurer als im Baumarkt. Kann ich den bedenkenlos kaufen? (mein Vater kann ich leider nicht mehr dazu befragen... R.I.P D.)

Ich frage mich halt einfach ob ich wirklich einen Teuren kaufen muss und wenn ja wo genau ich das machen sollte, oder geht halt auch ein billigerer wie vom Baumarkt oder eben auf der Website die ich verlinkt habe.

Heimwerker1983
30.08.2014, 11:07
Hallo,

Ich wollte mir schon seit langem einen oder mehrere Werkzeugkästen zulegen, mein Vater sagt immer dass ich diese nie billig kaufen sollt.
Genau definiert hat er seine Aussage aber nie, Ich habe jetzt hier einen 251 tlg. Werkzeugkoffer gefunden für knapp 100 €
Es ist kein Fachgeschäft aber der Preis ist schon mal teurer als im Baumarkt. Kann ich den bedenkenlos kaufen? (mein Vater kann ich leider nicht mehr dazu befragen... R.I.P D.)

Ich frage mich halt einfach ob ich wirklich einen Teuren kaufen muss und wenn ja wo genau ich das machen sollte, oder geht halt auch ein billigerer wie vom Baumarkt oder eben auf der Website die ich verlinkt habe.

Ist jetzt nicht böse gemeint aber 251 Teile für 100Eur. das kann nichts vernünftiges sein.
Für den preis bekommst du gerade mal einen vernünftigen Satz Zangen und einen kleinen Satz Schraubenschlüssel. Dazu kommen dann noch Schraubendreher Knarrenkasten usw.
Ich weiß jetzt nicht genau was du machen möchtest bzw wofür du das Werkzeug nutzen möchtest und ob du Schwerpunkt setzt auf Schlosser oder Elektroarbeiten.
Aber ich kann nur zu den klassiker Marken Raten was leider ihren Preis hat.

Mit Firmen wie Knipex, Wera, Belzer, Stahlwille, Proxxon, Facom, Klauke, Weidmüller und ähnlichem machst du nichts verkehrt.
Es ist zwar einmal eine etwas höhere Ausgabe aber mit großer Wahrscheinlichkeit für den Privatmann dann auch wirklich eine einmalige Ausgabe.

Ich würde für einen gut ausgestatteten Werkzeugkoffer mit stabilem transportkoffer ca 300 - 500Eur kalkulieren. Allerdings ohne jegliches Elektrowerkzeug wie Akkuschrauber o.ä.

Hellhamster
30.08.2014, 13:02
Ok, dann starten wir mal eine Werkzeugdiskussion, mach ich gerne.
Ich habe kein Problem mit billigem Werkzeug, nur ganz billig sollte es nicht sein. Proxxon etc. sind gut, aber ich halte sie im Preis/Leistungsbereich für Verlierer. Mein Knarrensatz hat genau wie mein Gabelschlüsselsatz je um die 30,- Euro gekostet. Dafür bekommt man für den Heimwerker gute Qualität die nicht abbricht oder verbiegt.
Ich habe 2 Zangen von Knipex. Während mein Cobol Mini-Bolzenschneider jeden Cent wert ist, bin ich von der Cobra Wasserpumpenzange weniger begeistert. Sie ist gut, die Verstellfunktion optimal, aber der Stahl ist nicht hart genug. Meine Zähne sind schon abgerundet, das geschah beim Abrutschen von Stahlmuttern. Ich nutze die Knipex jetzt eig. nur noch für Messingzeugs usw, weil ich sie nicht kaputt machen will. Billige 6,- Euro Wasserpumpenzangen halten von den Zähnen her genau so lange, es tut aber nicht so weh wenn man sie kaputt arbeitet.
Wohlgemerkt, ich rede von HeimWERKER. Wenn ich damit arbeite, dann werden meine Werkzeuge stets sehr stark beansprucht, aber eben nicht jeden Tag wie in der Industrie.

Bei Eleketrowerkzeugen bin ich zwiegespalten. Eigentlich bringt jedes Billiggerät genug Leistung mit für den Heimwerker. Bei Stichsägen kommt es eher auf die Verarbeitungsqualität an, wie sauber das Sägeblatt geführt wird. Ich habe das 36V Akkuset von Makita und diverse andere Geräte. Mein Fazit ist, das sogar der alte NiCd-Akkuschrauber die Schrauben ins Holz bekam bei der Haussanierung. Der Makita war schneller, hatte mehr Kraft als nötig. Hier liegt der brauchbare Nutzen beim Mehrpreis in der Verarbeitung. Billigschrauber und Makita sind mir leider beide 2 mal aus 120cm mit dem Spannfutter auf den Boden gefallen. Ergebnis: Dem Makita ists egal, der "Meister"-Akkuschrauber eiert mittlerweile und hat einen hörbaren leichten Lagerschaden, läuft aber noch.
Andererseits bin ich enttäuscht von der Makita Akku-Kreissäge. Benutzt man sie am Leistungslimit, ist die Kühlung nicht mehr ausreichend und die Spulenwicklung des Ankers brennt durch. Ersatzteile sind zwar im Verhältnis zum Neupreis günstig so das sich eine Reparatur lohnte, aber eigentlich sollten teure Markengeräte die Benutzung an der Leistungsgrenze mitmachen.

Was den Werkzeugkasten betriff, so rauch man die meisten der 251 Teile nicht mal.

Was man im Haushalt benötigt:
- Gliedermessstab (Zollstock)
- 500gr Hammer (Schlosserhammer)
- Akkuschrauber mit einer guten Bitauswahl (Inbus, Torx, Schlitz und Kreuz)
- Phasenprüfer
- Kreuz und Schlitzschraubendreher, je einmal klein und groß
- 2 Wasserpumpenzangen, am besten einmal klein und einmal groß
- Kombi oder Spitzzange mit Drahtschneider

Was der Heimwerker noch zusätzlich benötigt:
- Wasserwage
- Knarrenkoffer
- Gabelschlüsselatz
- Inbusschlüsselsatz (Wert die Ikea-Teile weg, noch VOR Benutzung)
- Stichsäge, ab Lux und Black&Decker aufwärts
- Fuchsschwanzsäge (DER Allrounder)
- Metallsäge

Wer noch Geld übrig hat:
- Kreissäge (Evtl. von einem Sägetisch demontierbar)
- Winkelschleifer (125mm)
- Kleine Standbohrmaschine
- Doppelschleifgerät, am besten eine Bandschleifer/Schleifstein-Kombi
- Propanbrenner mit Druckminderer für Gasflaschen ab 5 Kilo (Grill anzünden, Stahl aufglühen, Kupferleitungen löten etc.)
- Schweissgerät

Mehr geht immer, aber mit diesen Teilen kann man so gut wie alles selber machen. Zubehör wie Bohrer, Fächer, und Trennscheiben etc. habe ich jetzt nicht aufgezählt. Ich nenne sogar ein billiges Bohrerschärfgerät mein Eigen, da ich so viel Stahl bohre, das die tatsächlich regelmäßig stumpf werden.

Btw: In den 251 teiligen Koffern sind meist 200 Kabelbinder, Aderhülsen und Nägel drin, jedes Teil für sich einzelnd mitgezählt ;)

Heimwerker1983
30.08.2014, 13:50
Ok, dann starten wir mal eine Werkzeugdiskussion, mach ich gerne.
Ich habe kein Problem mit billigem Werkzeug, nur ganz billig sollte es nicht sein. Proxxon etc. sind gut, aber ich halte sie im Preis/Leistungsbereich für Verlierer. Mein Knarrensatz hat genau wie mein Gabelschlüsselsatz je um die 30,- Euro gekostet. Dafür bekommt man für den Heimwerker gute Qualität die nicht abbricht oder verbiegt.
Ich habe 2 Zangen von Knipex. Während mein Cobol Mini-Bolzenschneider jeden Cent wert ist, bin ich von der Cobra Wasserpumpenzange weniger begeistert. Sie ist gut, die Verstellfunktion optimal, aber der Stahl ist nicht hart genug. Meine Zähne sind schon abgerundet, das geschah beim Abrutschen von Stahlmuttern. Ich nutze die Knipex jetzt eig. nur noch für Messingzeugs usw, weil ich sie nicht kaputt machen will. Billige 6,- Euro Wasserpumpenzangen halten von den Zähnen her genau so lange, es tut aber nicht so weh wenn man sie kaputt arbeitet.
Wohlgemerkt, ich rede von HeimWERKER. Wenn ich damit arbeite, dann werden meine Werkzeuge stets sehr stark beansprucht, aber eben nicht jeden Tag wie in der Industrie.

Bei Eleketrowerkzeugen bin ich zwiegespalten. Eigentlich bringt jedes Billiggerät genug Leistung mit für den Heimwerker. Bei Stichsägen kommt es eher auf die Verarbeitungsqualität an, wie sauber das Sägeblatt geführt wird. Ich habe das 36V Akkuset von Makita und diverse andere Geräte. Mein Fazit ist, das sogar der alte NiCd-Akkuschrauber die Schrauben ins Holz bekam bei der Haussanierung. Der Makita war schneller, hatte mehr Kraft als nötig. Hier liegt der brauchbare Nutzen beim Mehrpreis in der Verarbeitung. Billigschrauber und Makita sind mir leider beide 2 mal aus 120cm mit dem Spannfutter auf den Boden gefallen. Ergebnis: Dem Makita ists egal, der "Meister"-Akkuschrauber eiert mittlerweile und hat einen hörbaren leichten Lagerschaden, läuft aber noch.
Andererseits bin ich enttäuscht von der Makita Akku-Kreissäge. Benutzt man sie am Leistungslimit, ist die Kühlung nicht mehr ausreichend und die Spulenwicklung des Ankers brennt durch. Ersatzteile sind zwar im Verhältnis zum Neupreis günstig so das sich eine Reparatur lohnte, aber eigentlich sollten teure Markengeräte die Benutzung an der Leistungsgrenze mitmachen.

Was den Werkzeugkasten betriff, so rauch man die meisten der 251 Teile nicht mal.

Was man im Haushalt benötigt:
- Gliedermessstab (Zollstock)
- 500gr Hammer (Schlosserhammer)
- Akkuschrauber mit einer guten Bitauswahl (Inbus, Torx, Schlitz und Kreuz)
- Phasenprüfer
- Kreuz und Schlitzschraubendreher, je einmal klein und groß
- 2 Wasserpumpenzangen, am besten einmal klein und einmal groß
- Kombi oder Spitzzange mit Drahtschneider

Was der Heimwerker noch zusätzlich benötigt:
- Wasserwage
- Knarrenkoffer
- Gabelschlüsselatz
- Inbusschlüsselsatz (Wert die Ikea-Teile weg, noch VOR Benutzung)
- Stichsäge, ab Lux und Black&Decker aufwärts
- Fuchsschwanzsäge (DER Allrounder)
- Metallsäge

Wer noch Geld übrig hat:
- Kreissäge (Evtl. von einem Sägetisch demontierbar)
- Winkelschleifer (125mm)
- Kleine Standbohrmaschine
- Doppelschleifgerät, am besten eine Bandschleifer/Schleifstein-Kombi
- Propanbrenner mit Druckminderer für Gasflaschen ab 5 Kilo (Grill anzünden, Stahl aufglühen, Kupferleitungen löten etc.)
- Schweissgerät

Mehr geht immer, aber mit diesen Teilen kann man so gut wie alles selber machen. Zubehör wie Bohrer, Fächer, und Trennscheiben etc. habe ich jetzt nicht aufgezählt. Ich nenne sogar ein billiges Bohrerschärfgerät mein Eigen, da ich so viel Stahl bohre, das die tatsächlich regelmäßig stumpf werden.

Btw: In den 251 teiligen Koffern sind meist 200 Kabelbinder, Aderhülsen und Nägel drin, jedes Teil für sich einzelnd mitgezählt ;)

Das mit der Zählweise bei den kompletten werkzeugkoffern stimmt natürlich. Wer einigermassen realistisch zählt kommt nie im Leben auf so viele Teile.

Deine Meinung bezüglich Proxxon kann ich leider nicht so ganz nachvollziehen. Ich habe einen kleinen Knarrenkasten von Proxxon den hat mein Vater schon in seiner Ausbildung verwendet. Als der Umschalter der Knarre defekt war wurde diese ohne Probleme getauscht. Immerhin gibt es für Privatanwender Lebenslange Garantie. Des weiteren sind die Teile einfach präziser gefertigt. Es wurde schon so manche Schraube versaut weil die Nuss 7 Schlüssel von der billig Marke statt der angegebenen 14er Weite doch 14,2 ist 8nur mal als Beispiel)

Bezüglich der Elektrogeräte kann ich auch nur zu Makita raten. Wer den 18,6V Akku Schlagbohrer nimmt braucht im normalen Hausgebrauch keine extra Schlagbohrmaschine. Das tolle Akku und Ladegerätsystem von Makita tut sein übriges kommt aber erst zum tragen wenn man mehere Akku Geräte von Makita hat (Wobei ich leider sagen muss eine Kreissäge ist für mich ein Gerät was definitiv Netzanschluss braucht und für mich nie als Akku Version in Frage käme)

Nun zu der Zusammenstellung des Werkzeugkasten.

- Gliedermesstab absolut einverstanden allerdings hab ich mein Lebtag noch keinen gekauft sondern meist Werbegeschenke genommen.
- 500Gramm Hammer auch einverstanden nur evt der Zusatz einen Modernen mit Kopf und Griff aus einem Stück. So sind die Zeiten der losen Köpfe vorbei.
- Akkuschrauber habe ich ja schon etwas zu geschrieben
- Phasenprüfer würde ich durch ein Multimeter ersetzen. Muss ja kein Fluke sein. Aber für 20 bis 30eur gibt es schon ein Voltcraft mit dem man erheblich vielseitiger ist.
- Kreuz und Schlitzschraubendreher am besten vollisolierte für elektro Arbeiten. Allerdings genügen 2 Kreuz und 2 Schlitz nicht annähernd. Da ist eine feinere Abstufung notwendig
- Wasserpumpenzange auf jeden Fall allerdings finde ich eine genügt und dazu evt noch einen Rollgabelschlüssel ( Engländer)
- Definitiv notwendig sind noch eine Flachzange eine Spitzzange (egal ob gerade oder gewinkelt) ein Seitenschneider und evt ein Elektro Seitenschneider. Wobei hierbei definitiv nix über Knipex geht.

Nun zu den Zusatz Sachen
- Wasserwaage auf jedenfall allerdings hier besser 2 verschiedene. 1 Kleine 20 oder 30cm und eine große um 100cm oder besser 120cm mit Markierungslöchern für Steckdosenabstände und Montagehöhen. Eine Dosenlibelle schadet auch nicht und ist für unter 5Eur zu haben.
- Knarrenkoffer auf jeden fall aber dazu habe ich ja auch etwas geschrieben
Gabelschlüssel sind definitiv notwendig auch hier gilt nicht an der ualität sparen. Ich pers kann aus meiner Erfahrung noch einen Ratschenschlüsselsatz empfehlen. Ich will meinen nicht mehr missen seit ich ihn habe.
- Inbusschlüsselsatz und Torx Satz sind definitiv wichtig und notwendig.
- Fuchsschwanz schadet nie auch wenn ich inzwischen eher auf die Japan Säge umgeschwenkt bin
- Metallsäge genügt ne einfache Puk Säge
- Stichsäge schadet auch nicht nur bei den Herrstellern muss ich widersprechen. Black & Decker war früher mal gut aber das liegt mehr als 10 Jahre zurück. Die aktuellen Modelle sehen aus wie aus dem Spielzeugladen. Empfehle da eher Bosch oder besser Makita.

- Kreissäge ist für den kleinen Hobbyhandwerker nicht notwendig. Die günstigen bieten keine zufriedenstellenden Ergebnisse und schon ein gutes Sägeblatt kostet schnell 60Eur aufwärts. Da ist es besser sich entsprechendes Gerät zu mieten wenn es benötigt wird oder den Zuschnitt im Laden zu nutzen.
- Winkelschleifer ist etwas Zwiespältig. Ist ein vielseitiges Gerät aber gerade die billigen taugen gar nix und verschleissen vor allem Scheiben. Hier würde ich nach guten gebrauchten schauen. Eine original Flex hält im Privatgebrauch ewig.
Die restlichen Sachen sind für den Hobbyanwender meiner Meinung nach nicht notwendig und auch nur schwer unter zu bringen wenn man evt nur eine Abstellkammer und keine extra Werkstatt hat.

Ps.: Mit Bohrer schärfen wurde ich in der Ausbildung so gequält das verlerne ich glaube ich nie wieder *ggg* Wobei Bohrer unter 5mm Wegwerfartikel sind. Da lohnt das Schärfen nicht.

So Sachen wie ein gutes Messer Spachtel usw sollten selbstverständlich sein und werden hier nicht extra aufgeführt.
Ich hoffe ich konnte mit meinem Beitrag etwas zu der Diskussion hier beitragen und ein paar Anregungen geben.

Hellhamster
30.08.2014, 19:10
Hmm, bei den Ratschenschlüsseln drauf achten das sie kein Gelenk dran haben, egal wie teuer die waren, echte Männer reissen die Teile beim anziehen in 2 Stücke.

Ohne meine 3 Winkelschleifer wär ich aufgeschmissen. Ich habe einen akkubetriebenen von Makita, der ist fürs Abtrennen von kleineren Sachen sehr gut und vorallem leise. Ansonsten 2 kabelgebundene von Metabo.

Meine Akkukreissäge von Makita hat übrigens durchaus Dampf, genug für alle Holzarbeiten im Haus. Von OSB Platte bis zu 60x40 Holzleisten geht die durch wie Butter.

Gucky
30.08.2014, 20:31
Proxxon ist in diesen Sachen unbedingt tauglich, ich habe sowohl kleine als auch große (1/4 und 1/2") Ratschenkästen und bin hochzufrieden.
Da ich normalerweise zu Marken wie Stahlwille, Hazet, Belzer, Dowidat, Gedore etc. tendiere, setze ich auch andere Maßstäbe an als der "normale" Heimwerker. Wichtig ist ein guter RING-Maulschlüsselsatz (Motto: Maul macht die Mutter faul), und man sollte die WaPuZa nur dann benutzen, wenn man genau weiß, was man tut...
Viele Leute versauen sich damit nämlich erst recht ihr Werkstück.
Sehr zu empfehlen ist ein sog. Zangenschlüssel, ich kenne ihn von Knipex (die ich übrigens auch nach Belzer zu den Besten im Zangenbereich zähle).
Vielen unbekannt, ein echter Profitipp, ist die Firma PB aus der Schweiz. Recht teuer, aber so passgenaue Schraubendreher habe ich noch nie erlebt.
Schlitzschrauben passen endlich mal und die Griffe sind genial.
Allgemein: Mindestens 5-6 unterschiedliche Schlitz-Schraubendreher, 2 Philips und 2 Pozidriv sowie jemanden, der den Unterschied erklärt...Verwechseln ist tödlich für Werkzeug und -stück....
Inbus und Torx von Wiha (wenn nicht die Proxxon-Nüsse reichen), ebenfalls Schraubendreher.
Schraubenschlüssel von Gedore, Elofort (Industrietipp), Dowidat, Belzer...:-)
Wer's nicht weiß: GeDoRe bedeutet Gebrüder Dowidat Remscheid....
Elektrogeräte: IMHO hat Makita seinen guten Ruf der 90er versaut, das war mal Qualität. Ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis hat noch Milwaukee, das ist wohl AEG / Atlas-Copco....
Einhandwinkelschleifer (!) von Fein oder Flex (Ackermann und Schmid), Metabo geht auch. Immer die 125 mm Variante nehmen.
Bohrmaschine hängt von eurer Hütte ab, ich würde nie mehr ohne Bohrhammer arbeiten (Metabo, jetzt ca. 28 Jahre alt).
Die alten blauen Bosch gehen auch noch (Handwerkerserie), oder die schwarzen AEG, und wieder Metabo.
Frohes Werkeln...!

Heimwerker1983
31.08.2014, 11:07
Der Beitrag von Gucky geht ja genau in die selbe Richtung wie meiner und ich kann ihm nur zustimmen.
Gerade im Bereich der Schraubenschlüssel und Knarrenkasten muss man als Heimwerker sich seine Grenzen setzen. Firmen wie Stahlwille Hazet Gedore sprengen leider schnell das Budget wäs Proxxon als echtes Schnäppchen erscheinen lässt.

Über das Preis Leistungs Verhältnis von Makita kann ich jetzt nicht klagen. Ich habe den 14,4V Akkuschrauber im Einsatz und schon ziemlich gequält bei diversen Projekten und einer komplett sanierung eines Haus und er läuft ohne zu murren.
Bei der Bohrmaschine bzw dem Bohrhmmer muss ich zugeben habe ich billig gekauft und die Bauhaus Hausmarke genommen. Allerdings hat mich der mehr als nur erstaunt. 8Std Dauerbetrieb bei Abbrucharbeiten 30er Bohrer bei 60cm Bohrtiefe und ähnliches hat er klaglos mitgemacht. Für den Heimwerker aus meiner Sicht völlig ausreichend.

@Hellhamster Seit ich meine Festool ST55 Tauchsäge und die 2 Führungsschienen habe gibt es für mich nix anderes mehr beim Plattenzuschnitt bzw allgemein bei Handkreissägen. Für Balken oder Leisten wird eine Kappsäge verwendet was einem schon das Wechseln des Sägeblatt an der Handkreissäge erspart.

Edit.: Ein Punkt den wir hier noch ganz vergessen haben der aber nicht ausser acht gelassen werden sollte ist die Aufbewahrung des Werkzeug an sich. Sprich welcher Koffer dazu verwendet werden soll. Hier ist die Preisspanne ja einfach nur riesig.

Auch wenn die verlockend günstig sind kann ich von diesen Metallkisten zum aufklappen nur abraten. Ich habe selber noch so eine Im Einsatz und man hat ständig unordnung in seiner Kiste. Meine pers Favoriten sind Systainer mit entsprechenden Einsätzen. Wobei man hier nicht auf die teils doch sehr überteuerten Modelle von Festool zurück greifen muss sondern die Modelle der Firma tanos nehmen kann. Kompatibel sind die Systainer untereinander alle

Hellhamster
31.08.2014, 13:00
Ich habe damals zum Hauskauf das Makita Akku System bekommen, also Akkuschrauber, Bohrhammer, Stichsäge, Winkelschleifer, Lampe, Handkreissäge. Dazu habe ich mir eine Blechschere geholt, habe insgesamt 3 Akkus. Damit ist man elektrotechnisch super ausgerüstet, wobei die Handkreissäge auch nie für ellenlange exakt grade Schnitte entwickelt wurde. Die Festool samt Schiene lässt die da natürlich alt aussehen, klar.
Insgesamt war Makita damals gut, dann haben sie zeitweise Mist produziert, aber die aktuelle 18V Akkureihe ist wieder absolut top.

Milwaukee hatte ich noch nie in der Hand, von Fein bin ich arg enttäuscht. Wir hatten mal Bohrmaschine und Winkelschleifer im Einsatz, gingen genau so schnell (im Industrieeinsatz) kaputt wie Metabo, waren einfach nur teurer. Eine Magnetbohrmaschine aben wir noch von Fein im Einsatz, aber die Zugkraft des Elektromagneten ist zu schwach, eindeutiges Fehldesign. Die anderen Magnetborhmaschinen kommen jetzt von nem anderen Hersteller.


Ich bewahre meine Werkzeuge in ner extra Werkstatt auf. Kleinteile in ner einfachen Grabbel und Wühlkiste, Knarren und Gabelschlüsselsets im Köfferchen direkt daneben. Mein Akkuset hat ein eigenes Regal, immer Griffbereit, aber auch neben den Köfferchen und der Werkzeugkiste.
In der Werkzeugkiste finde ich Schraubendreher immer sehr schnell, und das restliche Kleinzeugs ist minder wichtig. Gabelschlüssel und Knarrenset, Schraubendreher und Zangen, das reicht für 90% aller Arbeiten im Haus.
Von Systemkoffern halte ich nichts, im Endeffekt sind die Teile nach einigen Monaten eh nur noch halbvoll und Ersatzstücke passen nicht in die Mulden. Wenn, dann würde ich mir so ein System holen das aus stapelbaren und verankerbaren Boxen besteht, teilweise mit Schubladen, teilweise mit Fächern oder als Koffer, das ganze auf Rollen.

Mr. Chicken
31.08.2014, 18:25
Auch wenn das ganze mit einem Werbelink gestartet wurde...

Von den fertigen Werkzeugkästen halte ich gar nix.
Entweder viel zu teuer weil viel zu viel drin was man nicht braucht. (über 200€)
Oder alles nur vom billigsten welches ich nicht mal einmal im Jahr zum Möbelaufbauen nehmen würde. (unter 200€)



Hab einen kleinen 1/4" Knarrenkasten der Marke Projahn.
Hat damals knapp 20€ gekostet und funktioniert seit jahren immer noch tiptop. Und das obwohl mit der kleinen Ratschegriff bei fest sitzenden Schrauben schon oft mit dem Hammer geschlagen wurde.

7 Teiliger Schraubendrehersatz von Proxxon. Auch keine 20€ ausm Baumarkt.

Zwei von diesen kleinen flachen MiniBit Schraubendreher kisten ausm Discouter, wo vom winzigen Sicherheitstorx bis zur klitzekleinem Kreutzbit alles drin ist. Ne Lupe und Pinzette sind auch immer mit drin.
Halten nicht lange, kosten aber auch nur 5€

Diverse Zangen, Gemischt von Noname, Knipex, alt und neu. Wobei ich die Knipex Cobra nicht mehr missen will. Für Alle schrauben die fest sitzen nimmt man sowieso nen Gabelschlüssel.

Einen Gabel-/Ringschlüsselsatz vom Discounter und einen 10er und 13er Ratschenschschlüssel.

Bosch Stichsäge und Winkelschleifer,
Metabo Winkelschleifer
Metabo 10,8V Akkuschrauber, + zwei Bitsätze vom LIDL (umgelabelte Metabo Bitkisten)
Milwaukee und Makita fühlt sich für mich irgendwie zu billig an und vom dem Bosch 10,8V schrauber hab ich schlechtes schlechtes gehört und selber erfahren.



Und das ganze in einem gebrauchtem Parat Werkzeugkoffer fürs Handwerkzeug und den Mitgelieferten Kästen für Elektrowerkzeuge



Kann eigentlich nur raten für jemanden der sich neu eindecken will die Angebote der Discouter ab zu warten.
Denn die bieten zum Teil gar nicht mal schlechte Handwerkzeuge an. Und das günstiger als Vergleichbares im Netz.
Oder auch Sachen die ohne dem Markenlabel auf der Packung nicht den Produkten von Bosch, Metabo und Co zu unterscheiden sind.

Hellhamster
31.08.2014, 20:13
Bosch Blau würde ich heute noch kaufen, Bosch grün nur noch für den Hausgebrauch, nicht zum Heimwerken. Bei uns gabs letztens Payback-Aktionen mit Bosch-Werkzeug. Die Bits aus dem Set sind doch glatt zersplittert, sowas geht gar nicht. Ich kenn von Makita nur die 14 und 18V Akkusachen sowie die Winkelschleifer, alles top Dinger.
Die alten Bosch Grün Sachen, so 15 Jahre oder älter nutze ich aber immer noch. Die sind unverwüstlich. Hab da noch ne uralte Schlagbohrmaschine :)

Mr. Chicken
31.08.2014, 20:53
Hab in meinem Firmenbulli ne alte graue pro Bosch Stichsäge. Tuts immer noch wie sau das teil.
Für zuhause musste es dann aber eine aktuelle grüne sein. Würde sagen das diese im moment noch etwas besser sägt. Aber schaue wa mal wie die in 10 jahren noch arbeitet ^^

Außerdem im Firmenbulli ein blauer 10,8V Bosch schrauber. Der erste starb an Lagerschaden und dem zweiten geht langsam die puste aus. Finde das die letzten 2 Serien der Schrauber etwas nachgelassen haben. Aber muss ja nicht für die anderen Geräte gelten.
Uhraltgeräte sind bei mir auch noch vorhanden. Gehen ja auch einfach nicht kaputt die dinger.

PC-Spezi
31.08.2014, 21:56
Ich bin auch ueberzeugter Bosch-Kaeufer (ohne Werbung machen zu wollen).
Meine Schlagbohrmaschine und Stichsaege sowie Waschmaschine sind von Bosch. Ich habe zwar nur die gruene Serie, aber selbst damit haben wir im Wohnzimmer ziemlich viele Loecher 10 mm! in die Decke gebohrt und das in einer dicken Stahlbetondecke.
Die Maschine lief zum teil 10 -15 Minuten unter voller Last. Wurde zwar auch warm, aber mit einer 20 Euro Maschine funktioniert sowas sicher nicht...
Meine Stichsaege funktioniert auch bestens, und fuer ein stumpfes Blatt kann ja die Saege nix :)

do6elw
01.09.2014, 00:31
Ich bin überzeugter Wera und Knipex Fan. Habe auch 75% meines Werkzeuges mittlerweile Markenrein.
Wenn man weiß was man braucht und etwas Zeit mitbringt muss das nicht unbedingt teuer sein. Ich habe letztens einen Wera Feinmechaninker Schraubendrehersatz für 15€ geschossen, ebenso einen 3/8 Zoll Knarrenkasten von Proxon für 24.
Generell gilt, lieber weniger Auswahl, dafür aber bessere Qualität. Ich brauche z.B. nicht unbedingt einen durchgehen Schraubenschlüsselsatz von SW5-SW32, hab mir dafür aber SW10-13-17-19 als Wera Joker geleistet :D
Aber es kommt natürlich darauf an was man macht, für mich gehört gutes Werkzeug zum Hobby und ich freu mich einfach wenn ich mit Werkzeug arbeiten kann, dass ich sehr wahrscheinlich in 25 Jahren immer noch haben werde. Das kauft man einmal und dann nie wieder.
Wer aber nur für den Notfall gerüstet sein möchte, dem reicht die Baumarkt-Auswahl bestimmt aus. Ich würde da evtl. sogar auf Akkuschrauber verzichten, denn wenn man die selten braucht, sind die eh alle. Dann lieber ne normale Bohrmaschine.
Vorm Akkuwerkzeugkauf drücke ich mich auch noch, weil ich einfach noch nicht weiß welches System ich haben möchte ;) Makita 14,4 oder 18V...

Hellhamster
01.09.2014, 10:28
Wenn Du nur nen Akkuschrauber/bohrer brauchst, dann reichen 14,4V. Willst Du was anderes betreiben, dann nimm auf jeden Fall 18V, das Mehr an Kraft spürt man sofort. Die Li-Ion Akkus halten ihre Energie auch für Monate, ein Akku ist in 20 Minuten geladen. Vorallem aber sind die 3Ah sehr wertvoll bei starken Geräten wie Bohrhammer und Winkelschleifer. Bohrer und Stichsäge halten gefühlte Ewigkeiten. Ausserdem gibts da nette Zusatzgeräte für das Akkuset wie Kettensäge und Rasentrimmer, funktionieren bei uns in der Firma bestens.