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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Selbstgebaute Tischkreissäge



Hellhamster
31.03.2014, 12:52
Hallo Community,
vorweg, die Bilder muss ich erst noch machen, ich bin auch noch nicht ganz fertig.



Ich bin ja kräftig am Haus sanieren, und obwohl mein Schatz und ich erstmal genug fertigen Wohnraum haben, will MANN ja noch seinen Hobbyraum abseits des Heimkinos. Ich habe ne Menge gutes Werkzeug von Makita, vieles auf 18V Akku-Basis. Als ich allerdings 5cm dicke Holzbalken sägen wollte, und zwar in Längsrichtung, habe ich es übertrieben und die Feldspule am Anker meiner Akku-Kreissäge ist durchgebrannt. Nunja, Makita-Ersatzteile sind nicht teuer und 38,- Euro später lief die Kreissäge wieder wie ne Eins, aber ich habe mir ne billige Black und Decker Kreissäge mit Kabel geholt. 80,- Euro ist für ne halbwegs brauchbare Kreissäge bnicht viel, aber es ist besser als der 30,- Euro Mist der nur für MDF-Platten taugt.

Nachdem ich meine Akku-Kreissäge also für die groben Sachen wieder hatte, brauchte ich die B&D eigentlich nicht mehr. Daher habe ich mir gedacht, ich verbaue sie als Tischkreissäge um damit einfacher und besser Möbel, Regale etc. zu sägen. Eine Handkreissäge hat zwar nen Parallelanschlag, aber jenseits der 15cm ist der meist nicht nutzbar.
Ich habe jetzt einen 60x80cm Tisch, 90cm hoch gebaut und die Kreissäge auf der Unterseite in eine gefräste Vertiefung geklemmt. Das hat den Vorteil das ich die ganze Konstruktion samt Aufliegeplatte nutzen kann und mir so die Einstellmöglichkeiten der Höhenverstellung und Gehrungsschnitt erhalten geblieben sind. Zudem kann ich die ganze Kreissäge innerhalb einer Minute ein- und ausbauen. Es verbleibn von den ursprünglichen 55mm maximaler Schnittiefe jetzt noch 48mm, da ich 7mm Holz in der gefrästen Vertiefung in der Holzplatte behalten musste. Wurmt mich ein wenig, 50mm wären mir lieber gewesen, aber zur Not muss ich das Werkstück eben von beiden Seiten sägen um die Schnitttiefe zu verdoppeln.

Bisher habe ich einen Parallelanschlag gebau den ich am Sägeblatt ausgerichtet habe. Die Genauigkeit entspricht plusminus 0,5mm, für mich genau genug. Zusätzlich habe ich meine Oberfräse ebenfalls unter den Tisch geschraubt, der Parallelanschlag dafür hatte ich ja schon wegen der Säge. Funktioniert alles bestens, jetzt kommt aber was noch fehlt:

- Höhenverstellung der Fräse über eine Kurbel. Derzeit kann ich den Fräskopf per Hand in 5mm Schritten nach oben stellen indem ich die Fräse hoch drücke und arretiere.

- Winkelanschlag mit Führungsschiene für die Säge, um auch Winkelschnitte ausführen zu können


Die Tischkreissäge habe ich absichtlich relativ klein gebaut, da sie tragbar sein sollte, damit ich sie beim Ausbau des Dachbodens an Ort und Stelle habe. Ich habe keine Lust für jedes Bauteil immer die Treppe runter zu rennen und in die Werkstatt zu galopieren.

Fotos kommen dann bald.

polarie
31.03.2014, 16:39
Fotos kommen dann bald.

und DA wart ich sehr gespannt drauf ...
bin ziemlich neugierig ....

*hibbel-rum*

Hellhamster
31.03.2014, 19:23
Hier kommen die Bilder.

Der Tisch besteht bis auf die Beine und den Führungsschlitten aus Novopan Pressspanplatte, hat ne glatte Oberfläche und war vorhanden und übrig. Der Parallelanschlag hat als Führung ein Rest eier Holzlatte vom Innenausbau, noch so eine hängt unter dem Tisch. Mit einer Schraubzwinge wird das ganze derzeit festgeklemmt. Da könnte ich später noch mal was basteln was eleganter ist. Ich habe den Parallelanschlag einfach ans Sägeblatt gedrückt und so an das Führungsholz angeschraubt. Selbst wenn der Tisch schief wäre, so ist der Anschlag damit auf jeden Fall parallel zum Sägeblatt, und darauf kommt es an.

Die Säge und die Fräse sind per Kabelbinder auf Dauerlauf geschaltet und in Ein- und Ausschaltbare Steckdosen gesteckt. So eine Kombi kostet 2,50 Euro, ein Sicherheitsschalter kostet hingegen 30,- . Sauerei das geade aicherheitsrelevante Teile so teuer sind das man sich die nicht leisten kann. Ich kann an die zweite Steckdose statt der Fräse auch nen Staubsauger für die Kreissäge hängen und umgekehrt.
Die Fräse ist mit 4 M4 Senkkopfschrauben direkt durch die Holzplatte verschraubt, die Kreissäge mit Winkelprofil von unten gegen die Platte geklemmt.

Gucky
31.03.2014, 19:24
<<<und die Feldspule am Anker meiner Akku-Kreissäge ist durchgebrannt>>>
nö.
Feldspule sitzt aussen und der Anker innen.
*Klugscheissen Ende*

Hellhamster
31.03.2014, 19:33
Der Winkelanschlag braucht noch die Grad-Markierung, aber er funktionier sehr gut. Mit der Oberfräse habe ich eine 25 mm breite und 10mm tiefe Nut parallel zum Sägeblatt gefräst und danach ein Stück Schictleimholz das perfekt reinpasst zurecht gesägt. Dies ist nun der Vorschubschliten auf dem der Winkelanschlag gschraubt ist. Ich habe dafür direkt ins Schichtleimholz Gewinde geschnitten. Die Schrauben werden also von oben durch den Anschlag gesteckt und im Schlitten verschraubt. Das ganze sollte möglichst wenig Spiel haben.


Der Parallelanschlag hat noch schiebbare Stücke bekommen. Einerseits kann ich bei starkem Massivholz die hintere Backe entfernen, die vordere 20mm nach Sägekante einstellen um ein Rückschlagen zu verhindern, andererseits kann ich so auch die Lücke für den Fräse immer genau auf den Fräskopf einstellen.

Es fehlt noch die Gradmarkierung und der Oberfräsenlift.

Hellhamster
31.03.2014, 19:35
<<<und die Feldspule am Anker meiner Akku-Kreissäge ist durchgebrannt>>>
nö.
Feldspule sitzt aussen und der Anker innen.
*Klugscheissen Ende*

Is mir wurscht. Das ganze Ersatzteil wurde vom Verkäufer Anker genannt und beinhaltet Lüfterrad, Spule, Lager, Kollektor usw. Spule war trotzdem durch, Isolierung geschmolzen.


http://www.ebay.de/itm/Modell-BSS501-Akku-Handkreissaege-18-V-Li-ion-Anker-619202-3-/251199653691