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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigenbau-Velomobil



Hellhamster
26.10.2010, 21:15
Hallo,
nachdem mein Prototyp "Steampunk-Trike" fertig ist und ich eine Menge gelernt habe, fange ich jetzt mit meinem Low-Cost Velomobil an. Dieses wird viel mehr Zeit in Anspruch nehmen als das Versuchs-Trike. Klar wird es schwerer werden als ein Go-One³ und auch nicht ganz so effizent oder komfortabel, aber mein Ziel ist das es funktioniert und unter 300,- Euro bleibt.
Dieses mal verwende ich einseitge Rollstuhlräder da ich diese für 30,- Euro inkl. Versand bekommen habe. Angefangen ahbe ich das Projekt mit der Radaufhängung. Ich habe mich bewusst für einen kompletten Selbstbau entschieden da ich alle Verschleissteile selber herstellen kann um sie gegebenenfalls zu ersetzen. Daher dieses mal keine ausgeschlachteten Lenksäulen mit Kugellagern sondern eine einfache mit Fett geschmierte Achse. Meiner Meinung nach ist das für die Lenkung in Ordnung. Falls nicht, werde ich es merken und eben umbauen müssen.
Auf den Bildern erkennt man wie die Radaufhängung entsteht. Dieses Projekt wird vermutlich Monate in Anspruch nehmen und vermutlich nicht regelmäßig upgedatet werden, aber ich bin zuversichtlich das ich es zuende bringen werde.

Metalheim
26.10.2010, 21:18
Hört sich gut an, werde das natürlich mitverfolgen...

Nur um das Klarzustellen, ein Velomobil ist ne schnittige Seifenkiste mit Pedalantrieb ?

Hellhamster
27.10.2010, 09:06
So könnte man das nennen, ja. Wenn man sich selbst überwindet und die rebellierenden Muskeln erst einmal ignoriert kann man ja durchaus auch als ungeübter 35 Km/h auf nem Rad schaffen, es wird aber immer schwerer da der Windwiderstand zunimmt. Auf einem Liegerad ist es zwar etwas besser, aber nicht perfekt. Mit einer stromlinienförmigen Vollverschalung hat man den Vorteil das einen dieses Problem nicht mehr wirklich stört. Wo andere also 35 Sachen radeln, schafft man mit einem Velomobil dann etwa 45 bis 50 Klamotten. Wer mit nem Fahrrad sonst nur so 15 Km/H fährt, der ist auch mit nem VM nicht schneller.
Interessant sind die Dinger für mich erst seit dem Erscheinen der Elektrozusatzantriebe geworden. Die zulassungsfreien Bausätze schalten leider bei 25 Km/h ab, und wenn Du Elektrounterstützung bs 45 Km/h haben möchtest, braucht nan gleich ne Einzelabnahme beim Tüv die einige tausend Euro kosten würde, weil die Spackos dann sogar Magnetfeldmessungen wegen dem 250 Watt Motor anstellen usw.
Also bleibt wohl nur die Variante einen auf 25 Km/h gedrosselten motor einzusetzen der einem ne Mene lästiger Beschleunigungsarbeit abnimmt und dafür sorgt das man schnell vom Fleck kommt.

Problematisch ist die Einstufung als Fahrrad. Trotz meiner Breite von ca 110 cm und einer Länge von etwa 2,30 meter MUSS (und der Polizist den ich befragte pochte darauf) ich den Radweg nutzen, während die Mofas mit 25 Km/h auf der Straße fahren. Ist natürlich sehr gefährlich für mich der an einmündenen Straßen von Autofahrern übersehen werden kann, BESONDERS von SUVs und Geländewagen, gefährlich für die langsameren Fahrräder und gefährlich für die Fußgänger wegen der Breite. Aber das deutsche Gesetz muss eingehalten werden, so strahlte der Hüter des Gesetzes.
Der arme Kerl war imo mit der Fragestellung etwas überfordert und schlug ansatzweise vor mit dem Ding garnicht zu fahren da die deutschen Radwege, auf denen ich zu fahren habe nicht für so ein Gefährt ausgelegt seien, aber verbieten könne er es mir auch nicht. Auch ist klar das eine (und jetzt kommt O-Ton des Gesetzes) "GLOCKE" befestigt zu sein hat, auch wenn der Fußgänger die garnicht hören kann wenn ich sie im Inneren meiner Verschalung nutze. Eine Hupe sei ganz verboten, also schlug er eine elektrische Haustürklingel vor, aber sie müsse "Gong" machen da es eine Glocke sein muss. Ich bin am überlegen allen ernstes aus Persiflage des deutschen Gesetzes eine echte Bronzeglocke anzubauen. Die Reflektoren im INNEREN der Verschalung an den Pedalen MÜSSEN auch angebracht sein, aber im Gesetz steht nix von "sichtbar"...

Im Endeffekt existiert also schon die Technik um billige emissionsarme Fahrzeuge herzustellen, aber der Gesetzgeber lässt diese nicht zu, welch Wunder. So ein E-Velomobil wird etwa 1 bis 2 Prozent der Emissionen durch den Elektroantrieb verursachen als ein vergleichbarer 8 Liter Benziner.
Ich will nicht aufs Auto verzichten, kann ich hier in der ländlichen gegend auch nicht. Aber ich will beweisen das ich so ein VM auch selber bauen kann, das es nicht immer 7.000 Euro Kauf-Velomobile sein müssen wo allein die handgefertigte Plexiglashaube 600,- Euro kostet. Aber bei einer realistischen Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 Km/h wäre ich in 30 Minuten in der nächsten Stadt anstatt in 15 Minuten mit dem Auto, und das praktisch für lau. Ich denke auch ein wneig pessimistisch an die Zukunft, irgendwann wird der Sprit zu teuer geworden sein in Verbindung mit immer höheren Heiz- und Stromkosten, und das trotz sinkender Löhne dank Leiharbeit, das sich die Sklave... Arbeiterkaste kein Kfz mehr leisten können damit die Bonzen sich nen Kinderfick-Tripp nach Thailand mehr leisten können. Schon jetzt lohnt es sich finanziell für meine Freundin nicht mehr einen Job mehr als 15 Km entfernt anzunehmen weil die Spritkosten den Nettolohn von 730,- Euro auffressen. Das wird nicht morgen und vermutlich auch nicht 2011 passieren, aber innerhalb der nächsten 10 Jahre wirds meiner Meinung nach entweder richtig krachen oder wir haben ne RICHTIGE Zweiklassengesellschaft wie von der Regierung angestrebt. Und DANN will ich nicht nur mit Wissen sondern auch mit Alternativlösungen gewappnet sein. Aber besser wir fangen hier keine politische Disakussion an.
Der nächste Schritt wird die Anfertigung der zweiten Radaufhängung sein. Dieses mal habe ich den Lenkrollradius (http://de.wikipedia.org/wiki/Lenkrollradius) mit einbezogen und auch das Ackermannprinzip des Trapezes bei der Lenkung wird Einzug halten. Der Sturz wird dieses mal geplanterweise nur etwa 2% betragen. Die Räder werden schmaler und der Mantel weniger grobstollig. Dadurch wird das Treten auch schon einfacher.

siesti
27.10.2010, 09:20
Ich sags nur ungern - weil mir die Radfahrer, die sich an jeder roten Ampel rechts vorbeizwängen um dann bei grün wieder von 10 Autos überholt zu werden, statt den extra für sie gebauten Radweg zu benutzen, tierisch auf den Zeiger gehen - aber eine "Radwegbenutzungspflicht" gibt es seit 1998 nicht mehr! Da war der befragte Polizist also wohl wirklich etwas überfordert...

Hellhamster
27.10.2010, 10:06
War er nicht wirklich in dieser Frage. Die GENERELLE Radwegbenutzungspflicht ist seit 1998 aufgehoben, aber WENN Schilder stehen MUSS man auf dem Radweg fahren, es sei denn es ist nicht zumutbar aufgrund mehrere Möglichkeiten. Aber da steht es wohl im Extremfall wieder Polizist gegen Bürger. Ich denke mein Hauptargument wäre das es unzumutbar ist mit 110cm Breite auf dem einem gemeinsamen Rad- und Gehweg zu fahren, das sollte ziehen, ich werd da aber noch mal zum Landkreis hin.

siesti
27.10.2010, 10:32
Ach so :] Wenn Schilder stehen muss man nach wie vor? Cool :bg:
Hatte mich diesbezüglich auch mal mit einen Polizisten unterhalten, über eine Stelle, an der ein frisch gebauter 2m breiter Radweg entlang der Straße ist und 90% der Radfahrer trotzdem lieber auf der Fahrbahn fahren. Tja, dann fehlte wohl "meinem" Polizist der entsprechende Durchblick.

Hellhamster
27.10.2010, 12:00
Das ist ne ganz doofe Rechts- und Informationslage, und ich will garnicht ausschließen das ich mich da irre. Grundsätzlich musste als Radfahrer die Radwege nutzen WENN da ein Schild steht. ABER es gibt so dermaßen viele Ausnahmen das ich garnicht ausschließen will das der Polizist in Deinem Fall auch Recht hatte. Es reicht wohl sogar schon wenn der Radweg mehr als 5 Meter parallel zur Straße verläuft das man ihn nicht mehr nutzen MUSS, aber DARF. Von unzumutbaren Sachbeständen mal ganz abgesehen. Trikes "SOLLEN" von Polizisten nicht auf den Radweg geschickt werden, aber DÜRFEN. Es ist eben eine "Soll"-Vorschrift (Hab das ja mal gelernt bevor die BW mir die Berufschancen genommen hat). Die Ausnahmen gelten aber dennoch. Ich darf z.B nicht mit einem Teil meines Rads in den "Luftraum" des Gehwegs kommen, sonst darf ich den Radweg direkt daneben auch nicht mehr nutzen, was bei einem 80cm breiten Trike etwas schwer fallen dürfte, und bei einem 110cm breiten Velomobil ganz unmöglich sein dürfte. Bei gemeinsamen Geh- und Radwegen ist es NOCH schwerer. Andererseits können die Polizisten die einen da anhalten wiederum GANZ anderer Meinug sein, und der Deutsche Gerichtshof hat auch nach Jahren sein Urteil noch nicht gefällt.

siesti
27.10.2010, 12:27
Naja, ist halt auch wieder "typisch deutsch"... Es gibt zwar eine Regelung, aber dermaßen viele Ausnahmen, dass keiner mehr weiß was jetzt richtig ist und was nicht - und im Zweifelsfall sollte man als normaler Bürger besser informiert sein als die Gesetzeshüter, sonst hat man auch ein Problem, je nachdem wie deren "Meinung" aussieht...

Aber nun btt, will dir nicht dein Tagebuch zuspammen.

simfight
05.11.2010, 10:17
Dann bin ich mal gespannt, wie das ausgeht =)
Ich habe aber immernoch die Befürchtung, dass du auch mit LiFePo4 Akkus mehr Energie durch das Zusatzgewicht verlierst, als du gewinnst - weshalb ich ein 20" "Dreirad" als Liegerat und mit Vollverkleidung bevorzugen würde. In Leichtbauweise könnte man sogar einen Alu-Rahmen nehmen (dünne Rohre) und diesen mit einer festen Folie überziehen. Dann "frontantrieb", an die beiden Hinterräder jeweils nen schönen Nabendynamo und deftig Licht auf der Straße.

Aber dennoch: Bin gespannt auf Ergebnisse! Ich arbeite ja an einem Elektroroller-Modding - also diese "Spielzeugroller" mit Mofazulassung, um den mit leichteren Batterien und anderer Motorsteuerung etwas zu beschleunigen. Auch nicht ganz Regelkonform aber im Zweifelsfalle: Wo kein Kläger, da kein Richter!

Dann mal viel Erfolg bei diesem schwierigen Projekt.

Hellhamster
05.11.2010, 11:42
Also, das Problem ist das ich von gesetzlicher Seite keine Motorunterstützung schneller als 25 Km/h bekommen darf, sonst gilt das ganze Konstrukt nicht mehr als Fahrrad und bedarf neben Versicherung auch noch einer Zulassung, was EINZELABNAHME bedeutet. Finanziell würde das um die 4.000 Euro kosten weil die Volldeppen sogar elektromagnetische Untersuchungen beim Motor anstellen würden, fällt also aus. Der Motor ist fest in die Nabe des Hinterrads eingebaut und mit den Wicklungen so abgestimmt das er bei meinem 26" Rad bei etwa 26 Km/h abregelt, was noch in der Toleranzzone liegt. Darüber hinaus kann der Motor nicht mehr unterstützen und wird im Freilauf quasi mitgeschleift. Jetzt fragen sich bestimmt einige was das dann soll? Ganz einfach:
Ein Velomobil ist ein vollverkleidetes Fahrrad mit mehr als 2 Rädern, meistens dreirädrig. Die Vollverschalung ist aerodynamisch vorteillhaft da stromlinienförmig. Wer mit nem Fahrrad auch nur so 15 Km/h fährt, der ist mit einem Velomobil auch nicht schneller, denn seine Vorteile entfaltet das Velomobil AB 25 Km/h wenn der Luftwiderstand zunimmt und dieser durch die Verkleidung DEUTLICH abnimmt. Deshalb KANN man mit einem Velomobil durch reine Muskelkraft auch z.B 45 Km/h erreichen wo man mit einem unverkleideten Fahrrad bei 35 Sachen am Ende ist. Das hört sich nicht nach viel an, aber, aber die DURCHSCHNITTSgeschwindigkeit erhöht sich so auf einen akzeptablen Wert der es einen ermöglicht vernünftig damit z.B. 15 Kilometer zu pendeln. Die Vollverjkleidung sorgt zusätzlich sogar im Winter für angenehme Temperaturen und natürlich dafür das man auch bei Regen trocken ankommt.
Nachteile hat so eine Konstruktion natürlich auch, vorallem wie schon erwähnt das Mehrgewicht.
Die zusätzlich benötigte Energie zum HALTEN der Geschwindigkeit ist dank Kugellager der Räder trotz des höheren Gewichts zu vernachlässigen. Lediglich die BESCHLEUNIGUNG (Physikunterricht lässt grüßen) frisst Kraft. Ich will ehrlich sein, ich bewege mit meinem Liegerad vermutlich 160 Kilo, davon 130 bis 140 Kilo Eigengewicht je nach kleidung, Bauchfüllung usw. Ich merke SEHR deutlich wie unglaublich anstrengend es ist zu beschleunigen, aber auch wie relativ einfach es ist die einmal erreichte Geschwindigkeit zu erreichen. 25 Km/h sind durchaus drin, aber ich merke da auch schon den Windwiderstand. Mit Vollverkleidung wäre die Kraft die ich aufbringen würde nicht geringer und Muskeln MUSS ich aubauen, aber statt 35 würde ich eben mit derselben Kraft 45 Km/h fahren. Und diese 45 Sachen wären schnell genug um es als Alternative zum Auto zu sehen. Kommen wir zum Hauptproblem zurück, dem hohen Gewicht. Dieses Problem ist bei mir dank meines Übergewichts stärker gewichtet as bei sportlichen Personen, und auch mit einer sportlichen Figur würde ich minimal 90 Kilo wiegen bei Idealgewicht. Dewegen kommt es mir beim Maximalgewich des Fahrzeugs nicht auf 10 Kilo mehr an, es muss nur stabil genug sein um mein Gewicht halten zu können. Der Motor der mich bis 25 Km/h mit zusätzlichen 250Watt unterstützt sorgt dafür das ich für das energieaufreibende Beschleunigen nicht zu viel Kraft "verschwenden" muss, gerade in der Stadt ist das wichtig. Ich muss also erst richig in die Pedale treten wenn schon etwa die Hälfte bis zwei Drittel der Beschleunigungsphase erreicht ist. Ein wichtiger weiterer Punkt ist die Tatsache das ich bei 80 bis 100 cm Fahrzeugbreite nicht oft die Fahrradwege nutzen kann, daher die Straße nutzen MUSS (und dann auch darf). Dank des Motors komme ich schneller vom Fleck und behindere die nachfolgendes Autos weniger. Das Velomobil ist und bleibt als grundsätzlich ein Fahrrad, und das Mehrgewicht ist prozentual zum eh schon vorhandenen Gesamtgewicht eher gering.
Zusätzlich habe ich die Mglichkeit durch Verwendung von 4 statt 3 Akkus (also 48 V statt der erforderlichen 36V) die maximale Geschwindigkeitsunterstützung von 25 Km/h auf etwa 34 Km/h zu erhöhen, was allerdings illegal wäre da ich dann eine Betriebserlaubnis, also eine Zulassung vom Tüv bräuchte, obwohl ich die ganze Zeit mittrete. 50 Km/h durch reine Muskellraft ist also erlaubt, 27 Km/h mit Motorunterstützung ist hingegen verboten, aber so ist Deutschland nunmal.
Ich werde die ersten Wochen oder Monate auf jeden Fall komplett legal fahren da die mittlerweile dunkelblaune Rennleitung mit den silber-blauen Autos mich garantiert anhalten wird, weil sie solche Kontrukte garnicht kennt. Wenn sie sich daran gewöhnt haben kann ich imme rnoch den vierten Akku einsetzen.

Z
05.11.2010, 12:17
oder du tunst es elektronisch.
(2 tasten gleichzeitig 5 sec gedrückt halten und dat dingens macht nur noch 25kmh)
man braucht eh ne steuerung. es wäre doch "schön" wenn man 2 modi hätte.
modus 1 unterstützung bis 25kmh + mit-treten
modus 2 gas-hebel, ohne mittreten, bis 40 kmh

das ganze umschaltbar.
und wenn die rennleitung kommt....resetten damit nur noch modus 1 aktiv ist

da ich keine elektronik-kenntnisse hab weiß ich nicht wie schwierig sowas unzusetzten ist


Z

Hellhamster
05.11.2010, 13:37
Das ist ja auch mein Problem, mir fehlen die notwendigen Elektronikkenntnisse. Auch die Händler haben nichts passendes im Angebot:
Entweder: legal 25 Km/h mit Mittreten
ODER: 25 Km/h-Begrenzung ausschaltbar aber NUR mit Gasgriff (DER ist illegal). Man kann zwar den Gasgriff weglassen, dann funktionieren aber die Kontakte in den Bremsgriffen nicht mehr die den Motor SOFORT abschalten wenn gebremst wird. Sonst schiebt der Motor auch bei Gefahrenbremsungen noch bis zu 4 Sekunden nach.

Es gibt auch nur diese Sets aus China, weil die deutsche Industrie es mal wieder verpennt hat und lieber 200 PS mehr in den neuesten SUV verbaut hat. BOSCH entwickelt gerade Fahrradmotoren, aber die werden sowieso unbezahlbar sein.

Mir würde es schon reichen wenn ich während der Fahrt ne 48V Batterie auf 36V begrenzen könnte oder eine von 4 Batterien aus der Stromversorgung nehmen könnte, aber ich könnte das nur mechanisch, was auffallen würde.

lumiluxer
06.11.2010, 21:54
Damit wird der Gasgriff legal:
http://www.pedelecforum.de/forum/showpost.php?p=55797&postcount=42

Damit wird also der Bremskontakt geschlossen wenn vom Tretsensor kein Signal mehr kommt.
Das heisst also der Motor läuft nur wenn die Pedale sich drehen.

Sowas kann man auch fertig kaufen:
http://www.kwasy-wheels.de/

Hellhamster
07.11.2010, 10:41
Das Problem an der Sache ist allerdings, das man im Falle eines Unfalles, und erst dann kommt es ja darauf an ob legal oder nicht, wohl darauf setzen wird das ich selbst an der Anlage gebastelt habe und ich deswegen die alleinige Schuld bekomme. Solange es ein Fahrrad ist, darf ich bauen wie ich will, das ist egal. Aber bei Elektroniksachen bin ich etwas vorsichtiger. Abgesehen davon finde ich das dieses Stückchen Elektronik zu teuer ist. Evtl. werd ich die Schaltung später mal selber bauen, erstmal muss ich aber ganz legal bleiben bis sich die Rennleitung an mein Gefährt gewöhnt hat und mich nicht mehr 3mal täglich anhält.

Als ich 18 war, lange Haare und öfters Papis nagelneuen Audi A6 gefahren bin oder den Porsche 924 (Aussen hui, innne pfui) wuirde ich 2-3 mal am Tag angehalten und kontrolliert.

bassi
07.11.2010, 12:54
Hallo,

wirklich sehr interessantes Projekt! Ich werde auf jeden Fall weiter mitlesen!

Also verstehe ich das richtig, solange der E-Motor nur bis 25 KM/h unterstützt darfst du an dem Teil alles bauen wie du willst und auch beim Unfall kann dir keiner was? Falls dem so ist würde ich auf gar keinen Fall auf den vierten Akku verzichten! Bei einer Kontrolle kannst du ja immer sagen, dass du die zusätzlichen KM/h per Muskelkraft erzeugt hast, ich glaube kaum dass ein Grüner sich da reinsetzt um das auszuprobieren.

Du könntest das ja auch irgendwie so lösen, dass du den 4ten Akku als Reservebatterie einbaust, die dann eben zugeschaltet werden kann. Als unglücklicher Nebeneffekt fährt das Teil dann aber ein bisschen schneller.
Unsere Elektronikexperten hier können dir doch auch sicher eine Schaltung realisieren, die beispielsweiße nach 3x Drücken das Gashebels die volle Leistung freigibt. Eben einfach eine Lösung die nur du kennst.
Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass bei einem Unfall das Teil großartig von einem Gutachter untersucht werden wird. Erstmal haben die doch überhaupt keine Referenzen um festzustellen ob das Teil i.O. ist oder eben nicht und außerdem warum sollten sie das überhaupt tun? Das Teil fährt doch nur 25 KM/h und da darfst du doch sowieso bauen wie du willst ;)


Als ich 18 war, lange Haare und öfters Papis nagelneuen Audi A6 gefahren bin oder den Porsche 924 (Aussen hui, innne pfui) wuirde ich 2-3 mal am Tag angehalten und kontrolliert.

Sind die bei euch so krass drauf? Also bei uns hier in der Vorderpfalz ist die Rennleitung eigentlich mehr als Zahm. In meinen 4 Jahren Führerschein bin ich bisher 1x angehalten worden und das war morgens um 4 nach der Disco. Da war nur die Farge "Haben Sie etwas getrunken?" ich verneinte und schon durfte ich weiterfahren.

Gruß Sebastian

Hellhamster
07.11.2010, 14:34
Dann ist unsere Rennleitung wirklich etwas strenger. Die kontrollieren auch unter der Woche die übelsten Schleichwege die eigentlich nur für Trecker und Benutzer der Weiden gedacht sind. Die kontrollierne auch regelmäßig die Schulwege um den Schülern 10 Euro als Strafe für unzureichende Beleuchtung von ihrem Taschengeld abzuziehen statt den Eltern aufzulegen das Fahrrad ihres Sprosslings nachzurüsten. Die mobilen Blitzer / Radargeräte sind in Mülltonnen verbaut damit die nicht auffallen. Also die haben schon ihre Tricks und sind nicht so doof wie man annehmen möchte. Ich war ja auch schon auf dem Revier und habe die von meinem Bauvorhaben unterrichtet. Sie waren nicht begeistert, konnten es mir aber nicht verbieten, auch wenn sie versucht haben mir eine "Soll"-Vorschrift als "Muss-"Gesetz zu verkaufen, oder versuchten mir weis zu machen, wenn mein gefährt (90cm breites Velomobil) bauartbedingt nicht auf den dafür zugelassenen Wegstrecken (schmale Fahrradwege) fahren kann, dann "sollte man es lieber lassen".
Naja, ich muss also trotzdem eine Klingel anbauen die keiner hört und Reflektoren an dei pedalen knallen die keiner sieht, aber verbieten können sies mir nicht. Was den Motor angeht wussten die garnicht das es diese 250W Pedelecmotoren gibt, die kannten nur die Fahrräder mit Hilfsmotor die bis 20 Km/h und Gasgriff als Leichtmofa zugelassen und versichert werden. Von daher werden die mich unter Garantie mal aus dem Verkehr ziehen und dann wird es Diskussionen geben. Aus dem Velomobil- und Pedelecforum weiss ich das bei Unfällen durchaus Gutachter bestellt werden damit die Versicherungen nicht zahlen brauchen. Auch Probefahrten sind wohl nicht soo ungewöhnlich um festzustellen ob die Gurke bei 25 Km/h abregelt oder nicht. Das ist auch der Grund wieso ich mich neben den geringen Kosten fürs erste für 4 gebrauchte 12V Akkus von simfight entschieden habe: Die kann ich mechanisch zwischen 36 oder 48V in Reihe schalten, und den Schalter würden die Jungs in dunkelblau bei einer reinen Kontrolle eher nicht finden. Ich muss auch später erstmal in der Praxis herausfinden inwiefern es einen großen Unterschied zwischen 25 Km/h und 32 Km/h Unterstützung gibt, da ich eh schneller fahren möchte, es geht ja nur um Unterstützung beim kräftezehrenden Beschleunigen.

Solange der Motor nicht mehr als 250 Watt (ich glaube Mittelwert oder so) hat und nicht schneller als 25 Km/h unterstützt (dazu kommen glaube ich max 1,7 Km/h Toleranz) und das alles nur solange getreten wird, zählt das ganze Kontrukt als Fahrrad. Fahrräder sind nicht zulassungspflichtig und von daher brauchen sie also auch keinen Tüv und dürfen so gebaut werden wie man möchte. Einige Teile sind aber dennoch verboten wie spitze Lanzen vorne oder Drehklingen an den Rädern, dies darf die Bullerei dann im Rahmen der Gefahrenabwehr verbieten. Ansonsten muss ich nur die Vorschriften für Fahrräder befolgen (Bremsen, Lichtanlage und Reflektoren) und die Sache ist völlig legal.
Leider ist eben die Zulassungs als S-Pedelec (Motorunterstützung bis 45 Km/h solange gereten wird) als Privatmann so gut wie unmöglich da sie einfach zu teuer ist. Es werden dann Magnetwellen-Untersuchungen und so ein Kram verlangt und so läppert sich eine Einzelabnahme auf einen Preis jenseits eines neuwertigen Autos. Für S-Pedelec-Hersteller mag es ja ok sein da die eh in anderen finanziellen Dimensionen rechnen, aber für ein Einzelstück kann man es praktisch vergessen.

Ich bin ja eigentlich kein Ökofreak, aber die Aufgabe so ein Velomobil zu bauen finde ich interessant. Ich habe es ja auch geschafft für etwa 100,- Euro ein Trike zu bauen das sonst 1.000,- Euro gekostet hätte. Und jetzt versuche ich für nicht mehr als 300,- Euro ein Velomobil zu bauen das man sonst unter 3.000,- Euro nicht als Bausatz bekommen würde. Fertige Velomobile fnagen etwa ab 7.000,- Euro an und können mehr kosten als ein VW Polo. Da ich aber von beruf aus Plattner bin werde ich mir die Karosserie einfach aus 0,8mm Aluminium selber schmieden und so etliche tausend Teuros sparen. Allein für eine Plexiglasscheibe zahlt man bei Go-one.de 600,- Euro.
Mit nem E-Motor ist die Sache auch nicht mehr ganz so anstrengend und wenn man dann die 10km gerade Strecke hinterm Deich wo nur wenig Verkehr ist mit 30 Km/h Durchschnittsgeschwindigkeit fährt dauert es garnicht mal so viel länger als mit dem Auto, vorallem da man im Stadtverkehr dank der Ampeln normalerweise nicht viel langsamer ist. Nur eben dafür viel viel billiger. Und wenn in 3 oder 4 Jahren die Ölpreise endgültig explodiert sind werde ich eine Alternative haben.

Hellhamster
07.11.2010, 22:28
Heute war Sonntag und ich konnte einige Stunden an meinem Velomobil bauen. Heute war der Rahmen dran. Der vordere Teil ist absichtlich etrwas länger als ich vermutlich brauchen werden, denn kürzen kann ich immer noch. So habe ich aber auf jeden Fall genug Material um das Scharnier für das Verdeck anbringen zu können. Ich habe mich aus Kostengründen als auch wegen der geforderten Stabilität für einen Stahlrahmen entschieden, diesen habe ich heute geschweisst. Die Breite beträgt 90cm. Der Winkel des Sitzes beträgt 45 Grad, der Abstand des Rahmes zum Boden 9,5cm. Die nutzbare Breite im Radbereich, also von Radkasten zu Radkasten wird 50 bis 55 cm betragen, also genug Platz. Ich habe vor das Tretlager auf einem Schnitten beweglich erhöht zu befestigen, die Vierkantrohre die die Räder halten stören beim Treten nicht. Den Sitz werde ich aus Lochblechaluminium bauen, dann ist die Lüftung gewährleistet. Der Sitz wird ebenfalls verschiebbar sein. Die Hinterradschwinge ist dieses mal gefedert. Die Feder kommt aus einem China-Motorroller, und ich bin begeistert wie gut die Federwirkung funktioniert. Die Schwinge ist dünn und leicht, aber durch die Drei-Punkt-Verbindung dennoch steif genug (Langzeitests efolgen im Betrieb). Das Tretlager sowie die Gleitschlitten für Tretlager und Sitz wird noch aus Stahl, alles andere aus Aluminium.

Das Hinterrad ist ein altes Vorderrad und dient nur als Platzhalter zum Test der Federung. Es wird gegen ein 26" Hinterrad mit 250W Motor ersetzt sobald er geliefert wird. Das richtie Rad wird auch etwas näher zum Stoßdämpfer angebracht.

Hellhamster
11.11.2010, 19:44
Rahmen fertig mit Rädern und Bildern!
Heute habe ich das richtige Hinterrad eingebaut und freudig bemerkt das meine Berechnungen und Zeichnungen korrekt waren. Das Heck steht minimal hoch und die Schwinge ist auch leicht nach unten verschoben. Das ändert sich sobald ich mich reinsetze bzw. derzeit raufstelle. Die Federung federt ein, die Schwinge dreht sich parallel zum Rahmen und die ganze Konstruktion ist ziemlich eben und auf einer Linie. Wie geplant habe ich hinten nun ein 26" Rad mit einem 250W Elektromotor verbaut. Die Kabel sind leider einige cm zu kurz für meinen Geschmack. Ich werde sie entweder verlängern oder den Controller in der Nähe der Schwingenachse unterbringen, momentan tendiere ich zu letzerem.
Jetzt werde ich die Augen nach einem Fahrrad zum Ausschlachten offen halten um an ein Tretlager ranzukommen und mich mal an die Lenkung machen.
So wie es derzeit aussieht peile ich eine Höhe von ca 90cm, Breite 90cm und Länge 230cm an. Das Hinterrad bleibt unverkleidet um weniger Angriffsfläche bei Seitenwind zu bieten, damit hoffe ich die Mehr-Höhe in vergleich zu anderen VMs kompensieren zu können. Dazu überlege ich einen Seitenaufprallschutz in Form von jeweils einem Rohr pro Seite zu realisieren. Weiss wer ob solche Aufprallabsorber in der Praxis funktionieren könnten bzw. ob sie gebraucht werden? Meine Karosserie wird ja nur aus 0,8mm Aluminium bestehen.

blackangel
11.11.2010, 20:00
das ding liegt ja tiefer als mein auto^^

ansonsten echt tolles und interessantes projekt, lese schon eine ganze weile im stillen hier mit und werds natürlich auch weiterhin tun... :)

mfg

btw: ein nettes schweissgerät hast du da ;)

Hellhamster
11.11.2010, 20:23
Joa, das Geheimnis eines Velomobils liegt vorallem an der aerodynamik, und je tiefer es liegt, desto weniger Verwirbelungen entstehen. Ohne Windkanal wird eh mir eh unmöglich sein CAW-Werte wie ein Porsche hinzubekommen, aber ich geb mein Bestes.
Das Schweissgerät auf den Bildenr ist ja noch eines der ganz alten bei uns in der Firma, ich nutze schon was moderneres. Ich habe halt das große Glück auf eine voll eingerichtete Schlosserei zugreifen zu können, mit Materiallager, Schweissgeräten, Plasmaschneidern, Bandsägen, Standbohrmaschinen, Bandschleifern usw. Die einzigen Geräte die für mich tabu sind, sind Dreh- und Fräsmaschine, da darf ich nicht beigehen.
Das Wichtigste bei diesem Projekt ist für mich das es gut aussieht und fährt, die perfekte Aerodynamik und Glasfaser-Leichtbauweise überlasse ich den Herstellern die ihre Gefährte für 10.000 Euro verscheuern, ne Menge Geld für ein Fahrrad. Ich bin mir sicher das es auch günstiger im Selbstbau geht bei etwa 70% der Leistung.
Velomobilisten sind ja meistens richtige HPV-Freaks ( HPV = Human Powered Vehicle) und denen ist die Form völlig egal. Die würden mit nem Riesen-Dildo rumfahren wenns windschnittig wäre. Ich will vorallem eine brauchbare Alternative zu einem Auto schaffen die, wenn auch leider dank Gesetz untermotorisiert ist, auch noch Neid erzeugt statt nur Geschmunzel wegen der Form. Ich frag mich bis heute was einigen Velomobilbauer in den Kopf kam als sie eines der Dinger "Mango" nannten. Das ist ja genau so als würde ich mein Teil "Erdbeer-Rabarber" nennen, ein Ding der Unmöglichkeit.

diede
12.11.2010, 12:28
schönes projekt, werd ich mit interesse weiter verfolgen.
ne frage, hast du mal bei der gefederten schwinge hinten die seitensteifigkeit getestet? das teil ist doch recht lang und der schwingendrehpunkt scheint wir etwas einfach gebaut zu sein und die flachstahlprofile nicht sonderlich geeignet wegen der mangelnden seitensteifigkeit.
nicht das du nachher bei der ersten fahrt durch die gegend eierst weil die schwinge hinten instabil ist.

gruß diede

Z
12.11.2010, 12:33
hier bleib ich auch dran, denn so ähnlich hab ich meinen BMX-tretroller gebaut


bissl was zum träumen
http://www.youtube.com/watch?v=qljmBE2DplI&feature=related
das finde ich KLASSE!!!!

und hier:
http://www.youtube.com/watch?v=2ZI25b6tJyk&feature=fvw
jeden cent wert (das meine ich auch so...denn man zahlt, was verbaut wurde)


Z

Hellhamster
12.11.2010, 13:39
Bei der Steifigkeit der Schwinge habe ich auch noch so meine Bedenken, das gabe ich zu. Im Moment würde ich sagen das es ausreichend ist und ich mich zumindest für Testfahrten damit auf die Straße trauen würde. Vertikalsteifigkeit ist aufgrund der Bauform kein Thema, hält bombig. Wenn die Schrauben am Schwingendrehpunkt angezogen sind (noch drehbar, aber nicht locker wackelnd) dann bin ich eigentlich recht zufrieden. Das Rohr in dem die Gewindestange steckt ist knapp 14 cm lang, dadurch wackelt es von haus aus schon wenig. Später kommen da gedrehte POM-Buchsen rein die das ganze noch passender machen sollten. Dadurch das die Schwinge an drei Punkten versteift ist, also am Drehpunkt, am Stoßdämpfer und am Radlager bekomme ich eine Art primitive Wabenform, oder Wellpappe. Deswegen ist die Verschraubung am Drehpunkt auch so wichtig. Später kommen da natürlich Kontermuttern drauf.
Falls das alles trotzdem nicht stabil genug ist, werde ich flaches Vierkant-Rohrprofil nehmen und es ähnlich wie bei meinem Liegerad neu bauen. Also die Schwinge aus Vierkantprofilrohr und dann für die Radaufhängung Flachstahl. Ich möchte hier allerdings soviel Gewicht sparen wie irgendmöglich, und so so lange das Rad nur seitlich "federt" statt sich permanent schräg zu stellen ist das kein Problem. Die ersten Testläufe werdens zeigen, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, und die Velomobil-Hersteller wissen ja wieso sie sich ihr Fachwissen teuer bezahlen lassen.
Jetzt muss ich erst einmal ein gut erhaltenes Tretlager auftreiben und mir Gedanken machen wie ich die Lenkung realisiere.

chaserder
12.11.2010, 14:05
Tolles projekt :] verfolge ich auch gespannt

als ich das hier 2007 im netz mal sah wollt ich es nachbauen
http://www.bornrich.org/gallery/drymer-4_48/ :hehe:
wegen platzmangel gehts leider nicht

was hälst davon später denn Rückenwind mit zu nutzen beim fahren seitlich und oben klappen machen,die man bei viel Rückenwind bei bedarf ausklappen kann, die Servo gesteuert sind und über die bremsleitung laufen das sie automatisch einfahren beim bremsen.:]

Z
12.11.2010, 14:44
die sind ja krass!
wie lenkt man die?

Z

chaserder
12.11.2010, 14:55
hier gibs nen video von :hehe:
http://www.youtube.com/watch?v=1Q8p2q0p4rc
---------
ne anderre firma hat sowas auch schon gebaut wie ich eben gesehen hatte :D
http://www.youtube.com/watch?v=1V3wRUbpEQs&feature=player_embedded#!

Hellhamster
12.11.2010, 15:43
Sehr sehr coole Dinger, meines soll ziemliche Ähnlichkeit haben, das Konzept ist aber gleich, nur das meines Vollverschalt ist. Technisch wäre es ja möglich das ich mein Velomobil allein per Muskelkraft bewege, per Muskelkraft mit Elektrounterstützung und allein elektrisch, so ca 25 Km/h. Dummerweise wirft mir der Gesetzgeber hier Knüppel zwischen die Beine, daher fällt der reine Elektroantrieb aus, dafür müsste ich nur ein ca 5.000 Ohm Potiometer verbauen oder mir für 20,- Euro nen Gasgriff kaufen, technisch ist dafür alles vorbereitet, nur eben ohne (Einzel)Zulassung illegal in Deutschland, und eine Einzelzulassung kann ich mir unmöglich leisten.
Auch die Geschwindigkeit ist ja leider auf 25 Km/h begrenzt ohen Zulassung, dafür wäre auch nur ein anderer Controller für 60,- Euro nötig, der ein paar Ampere mehr nimmt als der jetzige. Aber gut, ich will ja eh treten und dann muss ich eben ab 25 Km/h alleine auf die 40 Km/h kommen.
Aber vom Prinzip soll es genau sowas wie in den Videos, nur vollverschalt werden.

Bremsklappen kommen bei mir nicht in die Tüte. Ich möchte es so einfach wie möglich konstruieren damit ich es leicht reparieren kann und die Verschalung im Sommer schnell komplett entfernen kann um ein reines Fahrrad zu haben. Da die Verschalung ja nicht selbsttragend ist sondern am Rahmen festgeschraubt werden wird, will ich versuchen die Karosserie aus 2 Hauptteilen bestehen zu lassen:
1. dem Boden samt Batterie-und Controllerhalter
2. dem klappbarem verdeck, wobei beide Teile mit einem Scharnier im Frontbereich verbunden sind. Über meinem Kopf oder links und rechts neben meinem hintern wird es dann arretiert werden, das werde ich später sehen.

Z
12.11.2010, 17:15
soooo jetzt hab ich mal die pedelec HP überflogen:
wenn mich nicht alles täuscht ist der gasgriff DOCH legal.
und zwar versteh ich das so, daß wenn du die pedale bewegst (wenn auch nur ein bisschen) kannnst du mit dem gasgriff VOLLGAS geben.
legal deshalb, da bei nicht-treten der motor sofort ausgeht. erst beim treten nimmt das bike wieder gas an.
= legal

Z

Hellhamster
13.11.2010, 10:21
Leider machen die Controller das aber so nicht mit. Der gasgriff gibt IMMER Vollgas auch wenn nicht getreten wird. Man braucht dafür eine extra-Schaltung damit der Gasgriff nur während des Pedalierens funktioniert, aber die ist teuer. Evtl. bau ich mir die mal selber wenn das Gefährt fertig ist, aber ich halte einen gasgriff der nur funzt solange ich eh trete für Unnütze.

Hellhamster
14.11.2010, 22:45
Bisher habe ich nicht viel Zeit gehabt um weiter zu bauen. Ich habe die Panzerlenkung im Kopf geplant und einen Seitenaufprallschutz gebaut, an dem die Lenkerhebel angeschraubt werden.

Hellhamster
15.11.2010, 22:07
PANZERLENKUNG!!!
Die Panzer- oder auch Hebellenkung hat mich schon immer fasziniert, mein Velomobil hat jetzt eine verpasst bekommen. Optisch nicht ganz so hübsch, aber es funktioniert. Vielleicht werde ich noch einige Teile daran ändern, aber die Technik funktioniert schon mal. Als nächstes kommt eine fein einstellbare Spurstange dazu, dann ist die Lenkung erst einmal fertig.

MBNalbach
16.11.2010, 14:41
nice =)

*10zeichen*

Hellhamster
24.11.2010, 14:48
Der Sitz ist fertig. Dieses mal wollt eich ihn verstellbar gestalten damit auch Personen kürzer als 190cm mit dem Gerät fahren können. Um das Gewicht so niedrig wie nötig zu halten habe ich einen Rahmen aus Aluminium geschweisst und diesen mit Alu-Lochblech bespannt. Der Sitz fährt auf einer Schiene auf dem Rahmen vor und zurück und wird mit zwei einfachen Schrauben befestigt. Derzeit ist geplant das man das Velomobil dann für Personen von 190 bis ca 170 cm fahrbar machen kann, je nach Beinlänge. Wer kleiner ist muss sich dann eben nen dickes Kissen in den Rücken legen oder das Tretlager vorverlegen bzw. kürzere Kurbeln anbauen. Da ich die Frage "wieso Lochblech" schon kommen sehe hier gleich die Antwort: Nach Erfahrung von vielen Velomobilisten und Trike-Fahrern fängt man im Rücken immer schnell an zu schwitzen, daher sorgen die vielen Löcher für eine ordentliche Belüftung damit man auch trocken ankommt wo man hinwill. Es ist viel bequemer als es aussieht und die Federung an der Hinterradschwinge tut ihr Übriges für den Komfort. Wie bequem es später wirklich ist werden Langzeitstudien zeigen, aber damals in der Schule gab es auch nur ungepolsterte Holzstühle. Und nachträglich ein Polster aufzulegen ist ja nun nicht das Problem, genau so wenig wie einfach irtgendwann einen anderen Sitz anzufertigen, da ich ihn ja einfach rausnehmen kann. Das relativ dicke Aluminium habe ich gewählt da ja doch erhebliche Kräfte auf den Sitz wirken werden sobald man sich in ihn hineinstemmt um vorne ordentlich treten zu können. Bisher bin ich recht zufrieden, wollen wir hoffen das die einstellbare Spurstange bald erledigt ist damit ich mich an Kette und Co wagen kann. Ich kann es kaum erwarten die ersten Runden mit Motor drehen zu können.

Christoph1989
24.11.2010, 16:02
Endgeil :jaa: !!!

Davon bitte ein Video bei der Testfahrt :P im Schnee mit dem Teil zu Driften macht sicher Dick Laune :weih:


Super Eigenbau :hehe: mach weiter so :P

Gruß aus der Schweiz

Hellhamster
24.11.2010, 19:58
Ich muss mal sehen ob die Antriebsleistung später reicht um zu driften, eine Hinterradbremse ist nämlich nicht geplant, sondern zwei unabhängig voneinander betätigte (Vorderrad)Bremsen vorne, um dem Gesetz genüge zu tun. Abgesehen davon bringt eine Hinterradbremse eh so gut wie nix, da ahbe ich lieber vorne zwei effektive Felgenbeisser.
Heute habe ich die Spurstange gebaut. Funktionieren tut es zwar, aber auf einer Seite muss ich nacharbeiten, sieht mies aus, daher noch keine Bilder.

simfight
29.11.2010, 00:29
Immer wieder unglaublich was manch einer so auf die Beine stellt =)
Alu kann ich zB garnicht schweißen, bin froh, dass ich meinen Auspuff repariert bekommen habe *g*

Hellhamster
29.11.2010, 11:59
Also so wild finde ich mein Projekt garnicht, ist doch nur ein Fahrrad. Aluminium ist echt verdammt besch...eiden zu schweissen, ganz ehrlich. Die Nähte an meinem Sitz sehen wirklich erbärmlichst aus. Zum Glück wird die ganze Konstruktion ja durch das Lochblech verstärkt, daher mache ich mir da weniger Sorgen um die Stabilität. Den Radrahmen selber habe ich aus genau diesen Gründen aus Stahl gebaut, ist einfach besser zu schweissen. Edelstahl wäre auch nett gewesen, aber dann hätte ich jedes mal wenn ich am Teil arbeiten will erst die Drahtspuhle wechseln müssen und nach der Arbeit wieder auf Normaldraht umstellen, das war mir zu viel Arbeit. Wenns fertig ist wird die Sache wohl verzinkt werden, und wenn ich mit der Arbeit nicht ganz so zufrieden bin eben nur lackiert, mal sehen. Heute will ich wenn ichs schaffe und es mich reißt die Spurstange nacharbeiten. Die rechte Radaufhängung ist nicht ganz prallel mit der linken, was den Rädern zwar egal ist, der Spurstange aber nicht. Vom Prinzip wäre es fast egal, den Unterschied MERKEN werde ich eh nicht. Aber es soll fürs Auge halt auch gut aussehen. Wenn das erledigt ist kann ich anfangen Tretlager und Gangschaltung zu verbauen, bei der Gelegenheit vielleicht auch die Lenkhebel austauschen oder verändern. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Hellhamster
02.12.2010, 11:49
Bilderfut und langer Text.
Ich werd mal sehen was ich mit der Schwinge mache wenns wie angekündigt Probleme geben sollte, vermutlich wirklich ein Flacheisen anschweissen zum T-Holm, vielleicht klappts ja auch... ich bin da Optimist.
Die letzte Zeit habe ich mich mit dem Tretlager beschäftigt. Entweder sollte es ein klassisches Konuslager werden oder ein Patronenlager, beide haben Vor- und Nachteile. Da ich aber ein verkappter Bastler bin habe ich mich für ein klassisches Konuslager entschieden. Ausserdem wollte ich Qualität, also begann die Suche. Die meisten Fahrräder die mir zum Schlachten angeboten wurden hatten miese Qualität, Plastikdeckel- und Verschraubungen... Fündig wurde ich dann bei einem Kettler-Alu-Rad das einen Unfallschaden hatte. Ein Stahlgehäuse für das Lager wäre mir lieber gewesen da ich dieses direkt an den Rahmen hätte anschweissen können, aber Bettler können nicht wählerisch sein. Ich habe also das Tretlager großzügig ausgeschnitten und es auseinander genommen. Der Vorteil dieses Lagers von Kettler ist, das ich ausser einer Wasserpumpenzange kein Werkzeug benötige um es zu zerlegen. Lediglich einen Abzieher für die Kurbeln habe ich mir gegönnt. Nachdem ich alles auseinander gebaut hatte, habe ich den Teilen erstmal eine Reinigung in Waschbenzin gegönnt. Das Fett ansich sah zwar noch gut aus, aber dennoch war auch ne kleine Menge Dreck drin, vermutlich Metallabrieb. Blitzeblank kamen die Teile aus dem Bad und ich denke das könnte tartsächlich Edelstahl sein, nicht ein bisschen Rost, das habe ich schon anders gesehen wo die Kugellager selber total verrostet und zerstört waren. Alle Gewinde eingefettet, die Lager auch und probeweise zusammen gebaut, dreht besser als vorher. Danach kam die Farbe ab, zumindest so gut es ging, damit ich ordentlich schweissen kann. Ich habe mich entschieden meinen Rahmen etwas zu verändern und das Tretlager verstellbar zu gestalten. Wenn ich eh schon eine verschraubbare Lösung zwischen Alu-Lager und Stahl-Gehäuse brauche liegt das nahe. Aluminium ist einfach schwer zu schweissen, bin froh das ichs hinbekommen habe, auch wenns nicht ganz so hübsch geworden ist wie ichs gerne hätte. Weiter im zweiten Teil...

Hellhamster
02.12.2010, 11:52
Das Kettenblatt für die vordere Gangschaltung war total verrostet, aber laut Aussage eines Fahrradmechanikers noch zu gebrauchen. Da ich nicht wusste ob ich mit der Anzahl an Zähnen später zufrieden sein würde habe ich es erst einmal gelassen zum Testen, ausgetauscht werden kann es nach einigen Km Probefahrt dann immer noch. Ich habe eigentlich nur den Rost mit einer elektrischen Drahtbürste entfernt damit er nicht in die Kette kommt. Aus Alt kann man nicht neu machen, aber die Blätter werden ihren Dienst erfüllen. Jetzt nur noch alles zusammen setzen und die Halterung für den Rahmen anschweissen. Hier habe ich mich für eine Quetschlösung entschieden die ich auf einem Bild hier irgendwo im Forum mal gesehen habe, funktioniert sehr gut. Als nächsten Arbeitsschritt werde ich den Rahmen umbauen und die Spurstange ordentlich neu verbauen. Das größte Problem werden die zwei Umlenkrollen sein die nötig sind um die Kette unter dem Sitz zu führen, das wird sicher spannend. Die Höhe des Vms wird wie es derzeit aussieht 80cm betragen, die Breite bleibt bei 90cm.

Jetzt bleiben noch ein paar Fragen bzw. Gedanken.
- Macht es Sinn die Karosserie wie bei einem Auto bis über die Räder zu ziehen oder sollte man die Karosserie so schmal wie möglich halten und die Räder einzelnd lassen wie bei der Leitra?
- Sollte man den Stahlrahmen bis zur vorderen Spitze des Vms gehen lassen als Aufprallschutz, oder würde das eh nichts bringen? Der vordere Rahmen wäre etwa auf einer Höhe von ca 35 bis 40 cm, also etwa Stoßstangen-Niveau.

simfight
02.12.2010, 14:30
Ein Bekannter von mir ist Fahrradhändler und repariert selbst alles.
Der bekommt also alles zum Händlereinkaufspreis.
Frage doch mal einen dir etwas vertrauten, ob er dir was zum Einkaufspreis (plus Obulus für die Kaffeeekasse) bestellen kann - dann musst du keine gebrauchten (schlechten?) Teile nehmen sondern kannst halbwegs bezahlbar das bestellen was du willst. Ein neues Tretlager kostet nen Appel und n Ei und bringt viel mehr Lebensdauer - selbst bei gleichem Kurbelgehäuse.
Kommt natürlich immer auf Sonderwünsche, vorhandenes Material etc. an, ob das sinnvoll ist.
Da ich schon läger von einem Velomobil träume werde ich mir wohl ein fertiges Liegerad kaufen und nur die Verkleidung und diverse Extras selbst basteln - vorausgesetzt es findet sich im März die Zeit dafür.
Ansonsten weiterhin: Weiter so!

Achja bevor ich's vergesse - zu deinen Fragen:
Ich würde an deiner Stelle auf innere Stabilität und Leichtbau setzen. Ein "Überollkäfig" (sei es nur an den Seiten) bzw eine Schutzvorrichtung klingt im ersten Moment nach Sicherheit - in der Praxis gefährdet dich aber jedes zusätzliche Stück Metall bei einem Unfall.
Da ist es besser, durch weniger Gewicht noch ausweichen zu können.
Auch glaube ich - ungeachtet deiner handwerklichen Fähigkeiten - alleine schon des Materiales wegen nicht, dass das Rad einen Aufprall mit gefährlicher Geschwindigkeit übersteht. Irgendwo wird sich das Rad in so einem Worst-Case Szenario zerlegen.
Bedenke: Fährst du frontal gegen ein stehendes Fahrzeug, rutscht du nahezu sofort nach vorn. Die Chance, dass das Rad stabil ist und sich "aufrichtet" ist eigentlich nicht gegeben. Wie gesagt: Eher wird der Rahmen brechen.
Außerdem muss man mit einem Rad mal durch schmale Gassen. Die Räder vom Touchieren von der Seite zu schützen ist aufgrund der unterschiedlichen Höhe der Hindernisse ohne großen Materialaufwand nicht möglich.
Die beste Möglichkeit sich bei einem Unfall zu schützen wäre wohl ein Airbag-Rucksack auf dem Bauch.
//edit
Gegen eine leichte Verkleidung weit über die Rahmenmaße hinaus zur Optimierung von Witterungsschutz und/oder Aerodynamik spricht natürlich (wenn gewünscht) auch nichts - hier aber bitte möglichst spliterfreie Materialien verwenden. Dann können wir alle hier ruhiger schlafen, während du fröhlich mit Motorunterstützung durch die Gegend radelst. Dieser Hinweis also schonmal von mir im Vorfeld.
Habe schon böse Verletzungen bei Unfällen mit teilverkleideten Fahrzeugen erlitten, die nur von Verkleidungsteilen herrühren.

Hellhamster
02.12.2010, 15:04
Danke für die Einwände und Tipps Die karosserie wird aus Aluminium, also definitiv splitterfrei, der Motor unterstützt ja auch nur bis ca 25 Km/h oder 32 Km/h, soooo schnell wirds also nicht werden, keine Panik.
Zu den Teilen: Bei meinem ersten Projekt habe ich nur Schrott verwendet um zu Lernen und zu sparen. Dieses mal kauf eich schon einige neue Teile. Das Tretlagergehäuse aber kann man nicht neu einzelnd kaufen, habs probiert, es gibt nur fertige Rahmen. Bei dem Alu-Rad kann ja nichts weggammeln, daher ist das lagergehäuse nach 5 oder 10 Jahren noch genau so gut wie beim Herstellungszustand. Das Lager selber kostet wirklich nur 12,- Euro oder so, und wäre das klassische Konuslager nicht in wirklich gutem Zustand hätte ich auch in ein neues Lager investiert. Aber was nicht nötig ist, das muss eben auch nicht sein. ein Konuslager hält bei Pflege sogar viel länger als ein modernes Patronenlager. Und wenn ichs nicht pflege, ist es halt nach ein paar tausend Km hin und wird einfach günstig getauscht, kein Problem.
Wichtiger sind für mich dieses mal die Räder und deren Naben. Alle 3 Räder sind in erstklassigem bzw. Neuzustand. Die Bremsen habe ich auch fabrikneu bestellt, da mache ich beim diesem Projekt keine Kompromisse. Die Bowdenzüge für Bremsen und Gangschaltung sind nicht nur neu, sondern auch von hoher Qualität, nix aussem Discounter. Die Kettenritzel am Hinterrad sind ebenfalls fabrikneu und Markenware. Nur das vordere kettenblatt ist noch gebraucht weil ich erst die Anzahl der Zähne im Betrieb testen muss, vielleicht ändere ich die noch, kommt auf die Trittfrequenz bei der gwünschten Geschwindigkeit an.

Ich habe zuerst an einen Überrollkäfig gedacht, es dann aber sein lassen. Der seitliche Aufprallschutz ist auch vielmehr eine Rahmenversteifung und Halter der Lenkstangen als wirklicher Sicherheitsgewinn da die Seitenstangen zu tief sind um gegen Autos zu schützen, gegen Fahrräder helfen sie aber hingegen schon. Zudem wirken sie aber auch noch als eine Art Sitzschale für mich und ich sitze sicherer und fester drin.
Auffahrunfälle mit Trikes in der Praxis haben gezeigt das man durchaus sicherer ist als auf einem Upright-Rad. Bei einem zusammenstoß fliegt man nicht sofort über den Lenker (evtl. aufs Auto) sondern rutscht auf seinem Sitz nach vorne richtung Pedale an denen man sich abstoßen oder gegenhalten kann. Das ganze bringt natürlich nur bei niedrigen Geschwindigkeiten was, das ist klar. Bei nem Frontalzusammenstoß von 40 Sachen auf meiner Seite udn 50 auf der des Autos bin ich einfach nur ganz ganz schnell mausetot. Ich denke da mehr an die praktisch öfter auftreteten Unfälle: Ich fahre auf dem Radweg, ein Auto kommt rechts aus der Seitenstraße, MÜSSTE mir Vorfahrt auf dem Radweg geben, tut es aber nicht (Die Gründe spare ich mir) und ich bretter voll in seine Seite rein. Da ist es eben die Frage ob ich nur mit der 0,8mm Alu-Karosserie reinknalle die natürlich sofort nachgibt oder mit dem vorderen Ende des Stahlrahmens aufpralle. Bremsen werde ich wohl auch noch ein wenig können, aber mit 20, vielleicht 25 Sachen würde ich dann wohl in die Seite des Autos reinrauschen.

Btw Velomobile, diese Designstudie ist ja wohl echt der Hit. Modell "Blue Shark" hats mir echt angetan, wäre doch ein Projekt wenn dieses fertig ist *g*
http://picasaweb.google.com/115665526091799099955/Velomobiles#

simfight
02.12.2010, 15:41
Ich fahre auf dem Radweg, ein Auto kommt rechts aus der Seitenstraße, MÜSSTE mir Vorfahrt auf dem Radweg geben, tut es aber nicht (Die Gründe spare ich mir) und ich bretter voll in seine Seite rein. Da ist es eben die Frage ob ich nur mit der 0,8mm Alu-Karosserie reinknalle die natürlich sofort nachgibt oder mit dem vorderen Ende des Stahlrahmens aufpralle. Bremsen werde ich wohl auch noch ein wenig können, aber mit 20, vielleicht 25 Sachen würde ich dann wohl in die Seite des Autos reinrauschen.

Naja solche Unfälle meinte ich - und der Erfahrung nach hält kein flacher, langer Rahmen sowas aus.
Der Vorteil beim 28" Rad ist, dass das Rad selbst wie eine Stoßstange wirkt und durch sein "Zusammendrücken" Energie abnimmt. Ein Flug "über das Auto" ist auch besser als "in die Windschutzscheibe".
Wenn sich hingegen ein "Stahlrammbock" in die Seite des Fahrzeuges eindrückt sind - auch bei "nur 25kmh" die auftretenden Kräfte enorm. Der Aufprall wird also ohne Stahlverstärkung deutlich weicher.

Also wird der Nutzen wohl nur auf eine bestimmte Situation bezogen messbar sein und ist zu 90% abhängig von der Ausführung.

Auch wenn ich das so eigentlich nicht schreiben wollte:
Stell dir vor, du hast vorn den Stahl, der ist am Alurahmen verschraubt und die schwächste Verbundstelle löst sich beim Aufprall. Du rutscht nach vorn und mit genügend Pech bohrt sich das berstende Metall in den Bauch.
Habe solche Unfälle schon häufig gesehen - meist bei Rahmenbrüchen mit Billigfahrrädern, dort auch oft bei normaler Fahrt - und bei einem Unfall ist die Belastung einfach nicht absehbar.

Wie wäre es mir einer Vorrichtung, die bei einem Unfall die Akkus abwirft um das Rad möglichst wenig zu belasten? Spass bei Seite - sicher wird man auf dem Rad nie sein, egal was man unternimmt.

Also wenn die Stabilisierung an der Front viel Arbeit bedeutet würde ich es an deiner Stelle sein lassen - allein schon wegen dem Gewicht. Sicherheitstechnisch sehe ich zumindest keine Vorteile, da sich ja auch einige Nachteile ergeben.
Im Prinzip kannst du erst nach dem ersten Unfall (der hoffentlich NIEMALS passieren wird) beurteilen was du hättest anders bauen müssen. Leider weiss man bei der Konstruktion eines Rades noch nicht, welcher Art der nächste Unfall sein wird und da ist es mit der Planung immer etwas blöd *G*

Ansonsten sage ich mir immer - je schneller unterwegs, desto kürzer dem Risiko ausgesetzt.

Hellhamster
02.12.2010, 16:13
Hast mich überzeugt, in nem anderen Forum gehen die Meinungen so ziemlich in dieselbe Richtung, also lass ich den "Rammbock" weg und vertraue auf eine Aufpralldämpfung seitens der Karosserie und des Tretlagers samt Kurbeln und Kettenblättern, und natürlich der Füße.
Dann will ich mal sehen ob ich die Kurbel heute an den Rahmen bekomme und werd den unnützen Rest des Rahmens einfach absägen, spart ja auch ca 500 Gramm Gewicht.

simfight
02.12.2010, 17:18
Naja ich denke vor allem an die "Federnde" Wirkund der Knautschzone Vorderrad.
Man selbst würde sowieso schön gegen die Seitentür treten^^
Dann mal viel Erfolg - muss mich jetzt an ein paar Mathe-Übungszettel machen.

Hellhamster
03.12.2010, 08:55
So, Rahmen ist umgebaut und das Tretlager angeschraubt. Sitzt und tritt sich wirklich recht angenehm, kann mich nicht beklagen. Jetzt kommen Gangschaltung, Kette und Bremsen dran, dann wirds Zeit für die erste Probefahrt, naja, ganz so optimistisch will ich nicht klingen, 1-2 Wochen kanns noch dauern.

Den Teil der Kette der beim Treten auf Zug ist will ich mit 2 Umlenkrollen führen. Den anderen Teil würde ich lieber mit einem Rohr führen, nur wie bekomme ich dieses Rohr fest? Bei meinem Test beim ersten Trike ging das total in die Hose. Ich hatte das Rohr mit Kabelbindern direkt am Rahmen befestigt, und es rutschte dennoch aus den Kabelbindern raus und mitten in die Gangschaltung rein.. Wie befestigt man solche Rohre und was benutzt man da am besten?

simfight
03.12.2010, 11:04
http://www.velomobilforum.de/forum/showthread.php?11391-Kettenf%FChrung
So viel zur Wahl des Rohres =)
Ich glaube wenn du Erfahrungswerte suchst bist du hier im Bereich Velomobil falsch *G*
Aber natürlich freuen wir uns (ich hoffe ich kann da für alle sprechen) auch über solche Projekte und beobachten das mit Spannung.
Irgendwo habe ich vor Kurzem aber eine andere Art der Kettenführung gesehen - es war eine Alu Schiene. Schwer zu beschreiben, aber einfach umzusetzen, zweckmäßig und leicht an den Rahmen zu schweißen.
http://www.xup.in/pic,68506853/da.png (http://www.xup.in/dl,68506853/da.png/)

MBNalbach
04.12.2010, 22:31
in der industrie führen wir ketten über kunststoff, oder über einen steg auf dem die rollen der kettenglieder laufen ( bei großen transportketten! ).

Hellhamster
05.12.2010, 00:51
Also nach derzeitigem Wissensstand werde ich wohl einen PE-Kaltwasserschlauch nehmen. Dieser wird dann per Schlauchklemmen am Rahmen verschraubt, die kann man für wenig Cent fertig mit Gummibezug kaufen, dann sollte auch nichts verrutschen. Ich werde am besten jetzt einige Teile bestellen oder selber anfertigen und mich solange mit den Bremsen beschäftigen.

MBNalbach
05.12.2010, 22:53
Hilti Rohrklemmen haben nen Gummi drauf :-)

Botanicman2000
11.12.2010, 16:44
HAllo

Also BSA Tretlagerhülsen kannst du doch einzeln Kaufen.


Zum Tjema es wird keiner nen Gutachter bestellen wenn was Passiert.
Wenn die Versicherung Geld sparen kann m,ahct sie das auf jeden Fall.
Dann wird das Fahrzeug am Unfallort normalerweise Beschlagnahmt und Untersuch.
Glaube mir die Grünen sind nicht Blöd.
Wenn es dann rauskomt das du mit einem Nicht zugelassenem Fahrzeug unterwegs warst.
Kommt vie Ärger auf dich zu.
Fahren ohne Versicherungsschutz eventuell ohne passende FAhrerlaubnis.
Und das wird dir dann als Vorsatz vorgeworfen..
Die Versichjerung ist fein raus und du hast nen Haufen Schulden am Arsch.

Beispiel ist mein Fall.
Wurde vom Auto gerammt.
MTB im Arsch.
Händler sagt Gabel Defekt bzw Sicherheitsrelevantes BAuteil.
Lenker und so auch neiu

Gabel kostet 650 Euro plus Montage.
Der Händler sagt es muss getauscht werden weil wenn er es nicht macht ist er in der Haftung wenn die dann Bricht.

So Versicherungsheini meint
Das kann jeder erzählen das die so Teuer ist.
Er sagte da könne er sich 5 Räder im Baumarkt Kaufen.
IOch hallo da sist nen Hochwertiges Bike.


Also Gutachter bestelt.

Der schaute wenige Minuten, sagte alles Klar wird alles getauscht.

Kosten für die 5 Minuten 500 Euro




Gruss Uwe

Hellhamster
11.12.2010, 16:58
Ha, genau die Geschichte habe ich im Liegeradforum schon mal gelesen, kann mich nur nicht dran erinner wer das war, sonst hätte ich dort Deinen Nutzernamen. Aus diesen Zulassungsgründen habe ich auch ein Set gekauft das bei 36V absolut legal ist, ich wollte aber die MÖGLICHKEIT haben es schneller fahren zu lassen. Erstmal bau ich alles zuende und sehe dann ob die 7 Km/h mehr überhaupt nötig sind, allein schon wegen der Preisfrage. Denn 48V Akkus sind teurer als 36V Akkus bei gleicher Amperezahl.

Das mit den Tretlagerhülsen ahbe ich leider zu spät gesehen, dumm gelaufen. Jetzt habe ich mir Mehrarbeit germacht aus Alu. Das Gewicht ist in etwa dasselbe, aber ich kann das Lager verstellen, geschadet hats also nicht.

Mittlerweile bin ich schon gut vorangekommen. Die Kette ist verlegt und die Umlenkrollen provisorisch befestigt. Ich muss alles noch ordentlich verbauen und habe heute PE-Kaltwasserschlauch zur Kettenführung nebst Gummi-Manchetten gekauft. Aber auch wenn ich bisher noch nicht schalten kann, ist das VM bzw. derzeit noch Liegerad gestern 10 Meter durch Pedalkaft in der Werkshalle gefahren. Dann wars spät und ich wollte Heim.

Gucky
11.12.2010, 18:33
Kettenführung: Such mal nach Murtfeld-Kunststoffe. Sollte der Kugellagerhändler deines Vertrauens führen...

cu Gucky

Hellhamster
11.12.2010, 18:57
Ehrlich gesagt mache ich mir da keine großen Gedanken, da da sganze Velomobil nicht auf Hochleistung getrimmt wird. Da mein Eigengewicht sehr hoch ist, habe ich eh extreme Nachteile gegenüber 80 KG-Menschen und die Vorteile die Durch perfekt gedrehte Teile oder Spezialrollen möglich sind fallen nur wenig ins Gewicht. Ich weiss jetzt nicht was Murtfeld-Kunststoffe für besondere Vorteile hat, aber es gibt auch Spezial Umlenkrollen für 80,- Euro das Stück und die brauche ich einfach nicht. Ich habe hier einen Sack mit Billig-Plastikrollen liegen aus dem ich mich bedienen werde wenn die Rollen mal verschlissen sind. Und wenn ich statt 50 Km/h nur 40 Sachen schaffe find ich das völlig OK. Denn immerhin wird mein Velomobil abzüglich des relativ teuren Elektroantriebs nur etwa 300,- Euro statt 6.000 Euro kosten. Da KANN man kaum ein Spitzenprodukt erwarten. Aber ersetzen kann ich später immer noch. Danke für den Tipp.

Hellhamster
01.01.2011, 14:45
Soo, hier mal wieder zwei Fotos. Wie immer dank Handycam unscharf, ich muss wirklich mal die gute Kamera mitnehmen.
Das Liegerad selber ist beinahe fertig, zumindest von der Technik her. Probegefahren bin ich damit schon, das Problem mit der Kette habe ich noch nicht in den Griff bekommen. Da die Kette und die Kassette neu sind, gehe ich davon aus das entweder der Kettenspanner nicht genug spannt, die Kette zu lang ist oder die kassette defekt ist. Ich habe noch nicht ganz verstanden wie ich die korrekte Länge der Kette finde. Im Moment ist sie so lang, das ich gerade noch das größte Kettenblatt und das größte Ritzel einstellen kann. Auf dem kleinsten Blatt und dem kleinsten Ritzel hängt die Kette dafür leicht, vielleicht ist genau DAS ja falsch und das Problem.
Den Sitz werde ich neu bauen müssen. Er soll verstellbar sein, und die jetzige Klemmlösung ist nicht mehr nutzbar da das Kettenrückführungsrohr an der Stelle sitz wo die Laufschiene des Sitzes läuft. Gibt Schlimmeres, krieg ich hin. Ansonsten muss ich jetzt noch die Bowdenzüge für die Gangschaltung verlegen und den vorderen Umwerfen anbauen. Sonst ist Radtechnisch alles funktionabel. Wenn ich die letzten Teile diese Woche anbaue und das Kettenproblem löse, kann ich nächste Woche mit der Karosserie anfangen.

Hellhamster
19.05.2011, 20:59
Es geht weiter!!!
Ich werd versuchen Euch nicht zu langweilen und machs kurz:
Die Schaltgriffe habe ich gegen neue Drehgriffe gewechselt und das Rad komplett fahrfertig gemacht. Heute habe ich dann die Karosseriebefestigungen an den Rahmen geschweisst und danahc das Rad komplett zerlegt. Als nächstes werden die Schweissnähte versäubert und alles lackiert bevor ich den Unterboden der Karosserie anbringe.

polarie
20.05.2011, 11:18
neugierig ich bin auf die nächsten schritte ...
unterboden und karosserie ... klingt gut :hehe:

Hellhamster
21.05.2011, 13:43
Mitlerweile hab ich die Nähte versäubert, Scheissperlen entfernt und zwei Schichten Schmiedelack "Flüsigkunststoff" auf den Rahmen bekommen. Jetzt ruht alles zum Trocknen auf einer Palette, morgen soll es den ersten großen Regenguss als Test erhalten. Insgesamt wird das Projekt ertsmal auf der Palette bleiben da ich das ganze so mit dem Gabelstapler wunderbar verstauen kann damit die Mitarbeiter da keine Beulen und Dellen reinmachen.

Buddy Lotion
22.05.2011, 15:38
Schönes Bastelprojekt. Da bin ich mal gespannt wie es mit Karosserie aussieht.

Grüßle, Buddy Lotion

Hellhamster
22.05.2011, 19:23
Hier habe ich mal meinen Entwurf zur Karosserie, nur abfotografiert da ich hier daheim keinen Scanner habe. Wie die Sache ganz genau gebaut wird entscheide ich wenn es richtig losgeht. Kopfzerberechen bereitet mir derzeit noch die Glasscheibe vorne. Verbauen werde ich Makrolon, vermutlich 2mm. Da das Makrolon also die ganze Zeit auf Spannung ist, werde ich es vermutlich vernieten müssen. Sollte die Scheibe lieber Außen oder Innen verbaut werden? Hat wer von Euch eine Idee?

bassi
22.05.2011, 20:57
Hi Hellhamster,

tolle Arbeit bisher und auch dein Karosserieentwurf kann sich sehen lassen!

Aber warum Makrolon? Ich habe irgendwann man den Fehler gemacht statt richtigem Plexiglas das Zeug zu kaufen, ist absolut nicht vergleichbar! Bricht viel schneller, lässt sich schlechter verarbeiten und ist nur minimal billiger.
Leg lieber die paar Euro drauf und nehme richtiges Plexi! Warum soll das eigentlich unter Spannung stehen? Einfach mit einem Heißluftfön erwärmen und in die gewünschte Position bringen! Wenn es wieder abkühlt bleibt es dann auch da.

Gruß Sebastian

Hellhamster
22.05.2011, 21:08
Die Fläche ist einfach zu groß, das würde ich einfach nicht symetrisch exakt hinbekommen. Ich dachte eigentlich makrolon WÄRE Plexiglas? Mir ists eigentlich egal was ich verwende, aber es muss biegar sein, nicht bei Berührung zersplittern wie echtes Glas und bitte durchsichtig. Ach ja, BOHRBAR MUSS es sein.

bassi
22.05.2011, 21:24
Ja das dachte ich auch mal, einfach wie Plexiglas nur billiger weil man den Namen nicht zahlt.
Dem ist aber nicht so! Makrolon ist Polycarbonat und Plexi ist Acryl! Heißt im Endeffekt dass es sich viel besser bohren und biegen lässt, eben ohne zu springen.

Trotzdem würde ich es vermeiden das Glas auf Dauer unter Spannung zu halten. Das in Form bringen klingt schlimmer als es ist! Wenn ich mir deine Zeichnung anschaue geht es ja eigentlich nur darum das Plexi rund zu bekommen, den Rest sägst du ja sowieso aus, oder?

Mein Ansatz wäre es jetzt erstmal eine Ellipse aus dem noch geraden Material auszusägen und mir dann z.B. mit Flugzeugsperrholz meine benötigte Rundung nachzubauen. Anschließend das Plexi drauf und langsam erwärmen und anpassen. Alles Stück für Stück.
Besorg dir am besten einfach mal ein Stück Plexi zum Probieren, dann verlierst du sicher schnell die Scheu daran.

Gruß Sebastian

Hellhamster
22.05.2011, 22:10
Ein Stück zu besorgen hatte ich vor. Aber mir fehlt eben jedwede Erfahrung mit dem Zeug.

Aber was anderes: Ich hatte mir für ein neues Trike-Projekt neue Rollstuhlräder super günsig bei ebay geschossen, und die hatten sogar Trommeln dran. Jetzt eben habe ich neue Trommelbremsne für 15,- Euro bekommen die passen müssten. WENN alles so klapp wie ich mir das vorstelle bau ich die Seitenzugbremsen am Velomobil ab und baue schicke Trommelbremsen ran bevor die Karosserie kommt. Das würde eine bessere Bremswirkung bedeuten bei weniger Gewicht und kleineren Radkästen. Drei Fliegen mit einer Klappe, WENNs passt. Aber es gibt eigentlich nur zwei verschiedene Bremsengrößen: 70 und 90 mm Durchmesser, von daher denke ich das es keine Probleme geben wird.

Matombo87
22.05.2011, 23:15
Huhu,
ich weiß ja nicht wo du wohnst, aber ich könnte dir bei Interesse die Telefonnummer des Betriebes meines Onkels schicken. Er führt seit mittlerweile 10 Jahren seine kunststoffverarbeitende Firma und hat sich aufs Hauben spezialisiert, macht aber auch alles andere. Er besitzt auch einen Ofen um Platten zu erhitzen/Formen.

Die Firma befindet sich in Schwelm (neben Wuppertal, bei Düsseldorf) und hat auch eine Internetseite. Wie gesagt, bei Interesse per PM

Bei der Wahl des richtigen Kunststoffes wird er dir mit Sicherheit auch helfen können. Makrolon halte ich auch für das richtige, ist aber auch die teuerste Variante....verdammt teuer.....

Grüße

Hellhamster
22.05.2011, 23:41
Nett gemeint aber Wuppertal ist leider nicht um die Ecke, ich war da nur einmal zu Besuch und um mi der legendären Schwebebahn zu fahren. Ich war am Anfang am überlegen ob ich nicht eine Art Vakuumofen selbe rbaue um eine richtige Kuppel zu formen, aber wenn die erste verkratzt ist werde ich nie wieder dieselbe Form hinbekommen damit sie in die karosserie passt. Daher werd eich dieses mal nur biegen um bei Kratzern leicht austauschen zu können.
Ich hoffe das Makrolon über die Firma meines Vaters bestellen zu können, bei dme Umsatz der durch Materialbestelungen anfällt habe ich vielleicht Glück ne Tafel kostenlos bekommen zu können. Aber auch im Internet war der Preis für Privatpersonen nicht übermäßig hoch.
Ich hatte mal beim Hersteller des Go-Ones angefragt was deren Haube kosten würde, aber die wollten 600,- Euro bei Selbstabholung haben, DAS ist mir zu teuer. Ich hoffe das Velomobil für insgesamt weniger als 200,- Euro bauen zu können, und im Moment sieht das SEHR gut aus. Nur der Motor und die Elektronik samt Batterien kostet 300,- Euro extra, aber das ist für das Vm ja nicht unbedingt nötig.

Matombo87
23.05.2011, 08:52
Was glaube ich bei der Befestigung von solchen Kunststoffen auch sehr wichtig ist:

Man sollte sie nicht verschrauben. Vor allem wenn Wechselbelastungen in Form von Vibrationen oder so auftreten ist das an den sowieso schon durch die Schrauben belasteten Stellen ziemlich zerstörerisch.

Vllt. wäre eine Art Klemmung auf langer Linie eine Option? Du kannst natürlich Durchgangslöcher bohren und die Scheibe mit einem langen Streifen und einer Schraube klemmen, dann würdest du keine bösen Spannungen im Kunststoff hervorrufen. Kleben wäre auch ne Idee, aber nunja.......

Wie dick würdest du es denn machen?

Viel SPaß noch =)

Hellhamster
23.05.2011, 10:04
Also, im Velomobilforum hat man mich auf die Kontruktionsweise der Leiba aufmerksam gemacht. Dort wird 1,5mm Makrolon genommen das tatsächlich eingesteckt wird und danach mit 2 Schrauben gesichert wird. Ich glaube das wird wohl die beste Möglichkeit sein. Wieso das Rad neu erfinden wenn mans abschauen kann? Gut geklaut ist halb erdacht. Mit Silikon versiegeln ist ja nicht das Problem.

romvor
23.05.2011, 11:28
servus,

Und so ein vorgeformtes Teil aus Acryl / Plexy / PMMA ??

- Plexiglas windschutz (http://fahrzeugteile.shop.ebay.de/Auto-Motorrad-Teile-/131090/i.html?_trkparms=65%253A12%257C66%253A2%257C39%253 A1%257C72%253A5023&rt=nc&_nkw=plexi&_catref=1&_dmpt=Motorrad_Kraftradteile&_ipg=100&_trksid=p3286.c0.m14.l1514), oder sind die viel zu klein?

- oder von den Chinesen (http://german.alibaba.com/product-gs/acl-053-clear-plexiglass-half-dome-display-clear-acrylic-dome-401070342.html)?

http://diy-community.de/attachment.php?attachmentid=94298&d=1306139113

- dieser hier stellt die Hauben für Segelflieger her (http://www.plexiweiss.de/de/flugzeugverglasungen-industrie/hauben-und-scheiben.php), als er noch Ortsansässig war, durfte man dort in's Lager und konnte alles mögliche (Restposten, leichte defekte, Verschnitte) zum Kilopreis kaufen - Preis war immer der gleich, ob plan oder Form.

EDIT: boh, die Hauben sind ja gebraucht noch Teuer
. (http://www.aeroclub-brueggen.de/?seite=fotos&unterseite=bildansicht&galerie=verkauf_ka7haube_vorne&bild=img_3061.jpg)


EDIT: wie wär's mit einem Tagfahrlicht (TFL) auf dem Dach, wenn Du schon so niedrig sitzt und schlecht sichtbar bist??

Beispiel für einen Scheinwerfer mit eingebauten TFL.


Flexibles Licht

Das Tagfahrlicht richtet den Scheinwerferkegel bei Dunkelheit maximal auf die Fahrbahn aus. Die LEDs sorgen währenddessen mit reduzierter Leistung für mehr Aufmerksamkeit. Tagsüber ist es umgekehrt: Der Scheinwerfer wird gedimmt, die LEDs des Tagfahrlichts strahlen, ohne zu blenden, mit voller Kraft.

Ein Lichtsensor stimmt die Signal-LEDs und den Scheinwerfer aufeinander ab und wechselt automatisch vom Tag- in den Nachtbetrieb. Das patentierte Tagfahrlicht kann an jedes Fahrrad montiert werden. Betrieben wird es am besten mit einem Nabendynamo.

Quelle (http://www.mdr.de/einfach-genial/aktuell/8598187.html)

- mehr von Fahrräder (http://www.mdr.de/einfach-genial/aktuell/) - -- >>> FILM (http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a-z/5869251.html?5840624) <<<


http://diy-community.de/attachment.php?attachmentid=94299&d=1306142546Dieses Fahrrad- Vorderlicht leuchtet zum einen mit einem nach unten ausgerichteten LED-Scheinwerfer.

http://diy-community.de/attachment.php?attachmentid=94300&d=1306142566Darüber hinaus leuchten sechs leistungsstarke LEDs nach vorne, um im Verkehr besonders aufzufallen.

http://diy-community.de/attachment.php?attachmentid=94301&d=1306142595Für eine optimale Beleuchtung sind beide Lichtquellen ständig zusammen in Betrieb


http://www.youtube.com/user/pressedienstfahrrad#p/a/u/0/JRaIQqLwblM

Vielleicht auch von Interesse: Alternativer Antrieb: Radfahren ohne Totpunkt (http://www.mdr.de/einfach-genial/aktuell/8598204.html)

Das vordere Kettenblatt und das hintere Kettenblatt sind gleich groß. Damit man aber schneller vorwärts kommt ...

http://diy-community.de/attachment.php?attachmentid=94302&d=1306143159

... hat der Erfinder in das hintere Kettenblatt noch ein sogenanntes Planetengetriebe eingebaut. Es macht große Übersetzungsstufen möglich und damit ein relativ großes Drehmoment verfügbar.


http://diy-community.de/attachment.php?attachmentid=94463&d=1307521005

Zwischen den großen Kettenblättern halten die beiden kleinen Blätter die Kette oben und unten in Form, sodass sie nicht herunterspringen kann.
Um die Gänge zu wechseln, hat er eine Nabenschaltung eingebaut. Nur mit einer solchen Schaltung ist sein Antrieb nutzbar.
.

Hellhamster
23.05.2011, 15:23
Ja, fertige Hauben sind einfach viel viel zu teuer oder viel viel zu klein.
Ich MUSS auch das Projekt günstig und bezahlbar halten, sonst kann ichs gleich sein lassen. Die Scheibe wird zweidimensional gebogen sein, alles andere ist für mich nicht finanzierbar. Auch nette Möglichkeiten wie diese speziellen Tagfahrlichter scheiden für mich aus da sie entweder viel kosten oder man sie selbst bauen muss. Ohne Ahnung von Elektronik fällt das aber aus. Zudem kosten sogar Selbstbauten oft 30,- oder 40,- Euro Material, was zuviel ist. Wenn man versucht so ein Projekt mit weniger als 200,- Euro zu meistern muss man überall aufs Geld achten.
Es gibt genug Leute die ihr Velomobil als kompletten Autoersatz nutzen und für ihre 11.000,- Euro die das VM dann kostet absolutes High-tech bekommen. GFK in Wabentechnik, alles aus handgefertigten Alu-Teilen mitsamt Rekuperationstechnik und und und... Ich versuche ein brauchbares und für normale Menschen bezahlbares VM zu bauen.

Gucky
23.05.2011, 16:11
Sowohl Makrolon als auch Plexiglas sind beides Handelsnamen, das eine von Röhm und das andere weiß ich nicht :-)
Aber: Soweit ich weiß, nennt sich Makrolon "bruchsicher".
Ich hatte seinerzeit eine Windschutzscheibe für ein Motorrad gebaut, die habe ich mit Gurten in Form gezogen
und kochendes Wasser drübergekippt. Hat funktioniert....(Badewanne).

romvor
23.05.2011, 16:32
Vieleicht 'ne einfachere Version, so wie für die Kinderfahrräder die Stange mit Fähnchen, jetzt halt Stange mit LED TFL

Sieht so aus, als hätte dieser ein Teil vom Motorrad gemopst. Nach sowas in der größe habe ich gesucht.

http://diy-community.de/attachment.php?attachmentid=94303&d=1306156821 Quelle (http://bike.wiseowlnetworks.us/bike2)

http://diy-community.de/attachment.php?attachmentid=94304&stc=1&d=1306159015Ausschnitt mit der Scheibenbeschriftung: Zipper


Project Bike: DIY High powered biked light (http://techboj3.blogspot.com/2011/01/project-bike-diy-high-powered-biked.html)


EDIT: Polycarbonate vs. Acrylic - National Cycle Windshield Demo

Bruchtest - Ich hätte gedacht, das es andersrum ist!

btw

- Makrolon® ist der Markenname für das Polycarbonat (PC) der Bayer MaterialScience (http://www.makrolon.de/bms/db-rsc/makroloncmsr6.nsf/id/home_de). Als Noname auch als "Bastlerglas" bekannt.

- PLEXIGLAS® ist der Markenname für das Polymethylmethacrylat (PMMA) der Fa. Evonik (http://www.plexiglas.de/product/plexiglas/de/Pages/default.aspx)(voher bekannt als Fa. Degussa bzw. Fa. Röhm (http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_R%C3%B6hm)). Auch als Noname bekannt als Acrylglas.


http://www.youtube.com/watch?v=sCYtjp_RQ9s

Hellhamster
23.05.2011, 20:34
Diese Windschilde nennen sich "Streamer" und kosten auch richtig viel Asche. Ok, mittlerweile bin ich was Makrolon angeht in meiner Meinung gefestigt und werde dieses Material verwenden. Ob das mit dem kochenden Wasser notwenig ist wird sich zeigen wenn ich mal was in der Hand hatte oder wenn ich die eigentliche Scheibe mal angepasst habe.
Im Moment warte ich auf die Trommelbremsen, und alles was ich davor machen kann ist der Unterboden. Ich muss nur im Vorfeld wissen wie ich die Scheibe befestige bevor ich mich an die Seitenteile ranmachen kann.

Hellhamster
25.05.2011, 17:49
Der Unterboden ist fertig. Mag nicht nach viel aussehen, aber es stecken doch etwa 5 Stunden Arbeit drin. Ich musste berücksichtigen das die Vorderräder genug Platz zum Drehen haben (Es sind verhältnismäßig große 24" Räder), das Feder und Hinterradschwinge ihre Löcher bekommen und natürlich das meine 58cm Schulterbreite noch Platz in dem engen Gestell hat ohne die Form allzusehr in die Breite zu drücken. Die Karosserie wird wie es derzeit aussieht 260cm lang, 90cm breit und 95cm hoch. Mir wäre eine schlankere Karosserie lieber gewesen, aber da die Räder recht groß sind und dementsprechernd weit rausragen um sie noch ausreichend einschlagen zu können komme ich um 90 cm leider nicht herum. Evtl. wird die Karosserie auch nur 85cm breit, das reicht um die Mäntel der Räder abzudecken, die Nabe guckt dann allerdings etwa 2cm raus. 85cm sind zwar nicht das Optimum, aber da die Leiba X-Stream XXL sogar 2 cm breiter is, von daher muss ich mich da mit 191cm und recht breiten Schultern nicht verstecken.

Sobald ich wieder Zeit finde kommt die Schnauze vorne dran. Ich wollte sie zuerst aus einem Stück schmieden, das wäre dann allerdings ein Stück von 2 Metern Länge und eta 60 cm Höhe gewesen. Abgesehen von meiner Angst das das sehr dünne Aluminium reißen könnte, wäre es in meiner kleinen Schmiedehüte sehr sehr eng geworden das Teil danach von den Hammerschlägen zu glätten. So werde ich zwei Hälften von je 1 Meter Länge schmieden und diese dann von Innen mit einem Streifen Alu zusammen nieten.

MBNalbach
26.05.2011, 09:22
Respekt =)

Hellhamster
28.05.2011, 17:01
Ich habe einige kleine Änderungen am Design vorgenommen. Die Form selbst bleibt bestehen, nur die Plattenaufteilung wurde vereinfacht und auf Sparsamkeit beim Aluminiumtafel-Verbrauch getrimmt. An den roten Linien erkennt Ihr jetzt die neue Plattenführung und die geplanten Nieten als Verbindung. Ich erhoffe mir so das ich möglichst wenig sichtbare Nietenverbindungen bekomme, ich finde das die so nach 2. Weltkrieg-Bomber ausschauen.
Die vordere Scheibe wird entweder eingeklebt, oder zwischen zwei Aluleisten, wobei eine Leiste dann auch angenietet werden muss eingeklemmt und mt 2 Schrauben gesichert wird. Die Schablone für das hintere Seitenstück ist fertig.

wolverin
28.05.2011, 18:18
Ich erhoffe mir so das ich möglichst wenig sichtbare Nietenverbindungen bekomme, ich finde das die so nach 2. Weltkrieg-Bomber ausschauen.
Blödsinn, das sieht männlich aus ^^

Hellhamster
01.06.2011, 21:03
Heute ist das erste hintere Seitenteil der Karosserie an den Unterboden gekommen. Die Platte wird jetzt noch geschmiedet damit die ganze Sache runder wird, von daher hält alles bis jetzt nur mit 4 Schrauben. Ich habe bereits jetzt die Löcher für die Nietverbindungen gebohrt weil dies nach dem Schmiedevorgang deutlich komplizierter werden wird. Duch das Treiben des Blechs erzeuge ich eine sphärische Form, aber an einigen Stellen will ich nur eine einfache Biegung haben. Um es mir also leicht zu machen wird das fertige Teil Niet für Niet angesetzt und dann vermutlich mit dem weichen Gummihammer vorsichtig in die richtige Position gesetzt bis alles dran ist. Die Aussparung für die Räder habe ich noch nicht ausgeschnitten da es mir so einfacher ist die runde Form passgleich mit dem vorderen Blech zu bauen. Später wenn alles verbunden ist wird die Radöffnung ausgeschnitten, entgratet und mit dem Radkasten vernietet.

MBNalbach
01.06.2011, 22:11
handwerk! Find ich richtig gut =)

Buddy Lotion
03.06.2011, 13:16
@Hellhamster:

Hm, so'n Ding wär auch was für einen alten rückenkranken Radler wie ich es bin. Wann kannst du mir das fertige Teil schicken und wieviel Porto kostet es?

Grüßle, Buddy

Hellhamster
03.06.2011, 15:59
Was zahlst Du mir abgesehen vom Porto dafür?
Aber DIESES Ding ist nicht wirklich was für Rückenkranke da man etwa 18 cm über dem Asphalt sitzt, da muss man erstmal runter und danach wieder hoch kommen. Das könnte für nen kranken Rücken ein Problem sein. Aber ein normales Liegerad ist ja um einiges höher und bequemer.

Buddy Lotion
07.06.2011, 13:50
Ich will dein Velomobil nicht wirklich, es wäre mir für den täglichen Gebrauch etwas zu sperrig, damit hätte ich keine Chance über unsere Radwege meinen Arbeitsplatz zu erreichen. Das war nur als großes Lob für großartiges DIY gemeint, da es eine Arbeit ist die ich nicht machen könnte und vor der ich einen riesen Respekt habe.

Grüßle und erfolgreiches weiterbasteln, Buddy.

Matombo87
07.06.2011, 20:19
Seit du das Velo angefangen hast bin ich richtig scharf drauf =) und hab mal ein wenig recherchiert, wie es um Elektro-Liegevelos steht:

http://www.liegeradforum.de/forum/showthread.php?25206-Elektro-Go-One3-%28gelb%29-in-gutem-Zustand-anzubieten

http://4.bp.blogspot.com/_wdtChnej5mQ/TOcgKQTdVPI/AAAAAAAAABY/1CoL_doOtOI/s1600/Go-one3.jpg

Das Gefährt macht mich momentan tierrisch an^^ da ich letztens erst knapp 300 km an 2 Tagen aufm Rad runtergerissen hab und auch Rückengeschädigt bin, würde mich sowas total reizen......aber erstmal die CNC...dann der Öl PC und dann........

--->wie sieht es denn mit deiner Haube aus? Hast du eine Möglichkeit gefunden sie zu fertigen?

Schöne Grüße und frohes schaffen!

Hellhamster
07.06.2011, 22:41
Also, die Einstiegsluke wird aus gebogenem Alu mit 2 oder 3 Glasscheiben drin. Vorne wirds etwas komplizierter. Entweder werde ich eine große (grob abgerundetes Dreieck) Scheibe verwenden oder eine Alukäfig-Konstruktion bauen die Kofferfisch ähnlich wird, und dann mit 3 Scheiben. Problematisch an E-Velos ist ja immer die Zulassung als schnelles Pedelec bis 45 Km/h. Bei DEN Kosten lohnt das nur bei Serienfertigung. Daher entweder max 25 Km/h oder illegal schneller.

Hellhamster
12.08.2011, 18:55
Es geht wieder voran. Viel ist noch nicht geschehen, aber die zweite hintere Verkleidung ist angebracht. Ich habe mich aus optischen Gründen entschieden die hinteren Teile nicht zu schmieden. Das Go-One Evo das mir gut gefällt hat auch recht flache Seitenwände. Dazu ist das linke vordere Blech grob zurecht geschmiedet und mit Schrauben befestigt. Ich denke erst wenn das rechte Blech ebenfalls dazu kommt kann ich erkennen ob ich noch mehr Rundungen haben möchte oder nicht.
Das Formen des Alublechs war ne ganz schöne Schufterei das es mit 120x60cm nur schlecht gleichzeitig halten und hämmern lies. Die endgültige Glättung kommt nachdem beide Teile fertig, und die Radkästen ausgeschnitten sind. Das ist insofern auch viel einfacher, das Aluminium bei Kaltverformung enorme Spannungen aufbaut. Erst das erhitzen auf 250 Grad Celsius mit dem Gasbrenner lockert diese Spannungen wieder so das man überhaupt damit weiter arbeiten kann. Wenn die Aussparung für den Radkasten entfernt ist, ist es auch weniger Material das durch das Glätten Spannung erzeugen kann.
Als Beispiel: Vor dem Weich"glühen" konnte ich das Blech der Länge nach zu einer Rolle mit 20cm Durchmesser aufrollen und es sprang sofort in die gegenteilige Rundung zurück.

Als nächstes werde ich wohl kurzzeitig ein Vorderrad anbauen, die Aussparung für den Radkasten anzeichnen, diese Ausschneiden und dasselbe bei der rechten Seite tun noch bevor ich mit dem Schmieden anfange. Je weniger Material am Stück ist, desto weniger Arbeit muss ich reinstecken um es in die richtige Form zu bringen. Das ist einfacher und schneller. Hier einige Bilder. Das vordere Stück sieht nicht nach viel aus, es stecken aber einige Stunden Arbeit drin.

Hellhamster
13.08.2011, 16:44
Heute habe ich die rechte Vorderseite geschmiedet, weichgeglüht, geglättet und mit Schrauben angesetzt. Jetzt erkennt man die endgültige Form die mein Velomobil vorne haben wird und der eine oder andere wird evtl. eine Ähnlichkeit mit dem Go-One Evo erkennen. Die linke Seite muss nun noch den Radkasten ausgeshcnitten bekommen, erneut aufgeglüht und geglättet werden. Wenn das alles erledigt ist werden die Teile fest angenietet und die Räder werden schon mal wieder angebaut um die Radkästen selber zu fertigen.
Hier nun die Bilder:

netdevil
13.08.2011, 23:25
Sieht super aus! Weiter so, bin echt gespannt aufs Endprodukt!

titanium2006
17.11.2011, 19:51
Hey, wirklich interessant, ich stehe grade vor einem ähnlichen Projekt, besonders interessiert mich deine Lenkung, hast du schon Erfahrungen mit der Aufhängung ohne kugellagerung?
wie hast du das hergestellt einfach nur ausgebohrt?
und wie ist das mit dem lagerspiel?
würd mich über Neuigkeiten freuen

Hellhamster
18.11.2011, 00:14
Hallo,
also, im Moment ist irgendwie Baustopp wegen Kälte und Arbeit die Geld einbringt. Die Lenkung ist eine einfache Panzerlenkung, nicht wirklich kompliziert zu bauen sofern man bei den Vorderrädern auf eine Federung verzichtet.
Die Aufhängung besteht aus einem Stück Stahl in das ein passendes Loch für die Schnellspannachse der Rollstuhlräder gebohrt wurde. Die Schnellspannachse hat eine Sicherung die verhindert das die Achse aus dem Loch rutschen kann. Insgesamt sitzt die Achse aber sehr fest in dem Bohrloch und gammelt gewollterweise durch minimal Rost fest. Mit einem Gummihammer bekommt man sie aber dennoch in wenigen Sekunden los. Die Achse ist also wie gesagt fest aufgehängt. Aber die Nabe des Rads ist natürlich bei der Achse gelagert. Ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen, es müssten aber Rillenlager sein. Ich fahre dasselbe Prinzip seit etwa einem halben Jahr auf meinem Edelstahl-Trike, und obwohl ich kein Vielfahrer bin hält diese Lösung seit mindestens 500 Km ohne jegliche Ausfallerscheinungen. Zwischen der Achse und der Radnabe besteht absolut kein Spiel, das ist ja industriell gefertigt und für den medizinischen Bereich vorgesehen. Der Stahlkörper mit der Bohrung für die Achse ist auf Maß zugeschnitten und hat etwa 0,5mm Spiel. Nach ein paar Tagen draussen sitzt es aber so fest das ich ebenso "kein Spiel" sagen kann.

Was die Aufhängung der Lenkung ansich angeht, so habe ich da keine Erfahrung. Mein Trike hat Ahead-Steuersätze verpasst bekommen, das VM fährt mit Bolzen. Da diese Bolzen aber recht lang sind, sollte sich leichtes Lagerspiel nicht extrem negativ auswirken. Mein VM ist ja auch nicht für Geschwindigkeiten jenseits der 40 Km/h ausgelegt, und ich werde sie mangels Hügel und Berge wohl auch nicht überschreiten können. Sollten die Lager dann doch irrgendwann ausgeshclagenb sein, kann ich das ganze von 10 auf 12mm aufbohren und einfach neue Bolzen einsetzen. Das verdoppelt die Nutzungsdauer bis ich entweder Steuersätze einbauen muss oder gleich ein neues VM baue. Aber erstmal muss es fertig werden. Man kann übrigens gut Geländerrohr aus Edelstahl für die semi-integrierten Steuersätze verwenden. Entweder körnert man die Rohre an, oder dichtet nach afrikanischer Methode mit 2-3 Wicklungen Papierstreifne zwischen Rohr und Steuersatz alles ab. Bis jetzt hält die Papiermethode erstaunlich gut an meinem Trike. Das Papier quillt durch die Feuchtigkeit auf, aber das ist pulverbeschichtetem steuersatz oder Edelstahl recht egal, Fakt ist das alles bombenfest hält.
Am ehesten würde ich es mal an nem Wochenende schaffen dran weiter zu arbeiten damit ich bei den niedrigen Temperaturen mal die große Schiebetür der Halle schliessen kann, sonst ists mir dann doch zu kalt. Andererseits habe ich im Moment wirklich genug zu tun.
Der aktuelle Stand ist der, das ich die Räder und die Schwinge bereits wieder angebaut habe, und ein Radkasten fast fertig ist. Der nächste Schritt wird also sein beide Radkästen fertig zu bauen und das VM als "Cabrio" fahrfertig zu machen. Der Rest ist dann eig. nur noch Formsache und wirklich kinderleicht. Da ich ein paar neue Metallbearbeitungsmaschinen bekommen habe könnte ich mir sogar vorstellen das Dach etwas komplizierter zu gestalten. ich wünshcte ich hätte die Maschinen schon gehabt als ich die beiden großen Vorderteile gefertigt hatte.

Was für ein Projekt hast Du denn gerade am laufen? Mach doch ein Tagebuch auf.

titanium2006
09.04.2012, 13:46
Mein Projekt ist eigentlich nicht ganz unähnlich.
Das Design der Hülle sollte ein bisschen an Stealth erinnern, ich habe da mehr auf Design geachtet als auf den Luftwiderstand, in den Geschwindigkeitsbereichen in denen ich plane zu fahren ist der Anteil des Luftwiderstand´s vergleichsweise gering.
Die "Scheiben" sind aus PMMA bzw. "Plexiglas" Das selbe Material wird auch in der Segelfliegerei für die Scheiben benutzt.
Ich habe das Velo zunächst am Rechner konstruiert, die Fertigung läuft schon, aber weil meine Werkstatt nicht in Unmittelbarer nähe zu mir ist , bin ich nicht so schnell fertig wie ich eigentlich wollte.
98071 98072 98073

Hellhamster
09.04.2012, 17:32
Nett, gefällt mir. Vielleicht noch ein paar Stummelflügel mit Solarzellen dazu?

Ich hab inzwischen meine fast fertige Karosserie dank Mitarbeiter-Vandalismus abreissen können und muss von vorne starten. Aber das eigentliche Rad ist zum Glück noch in Ordnung. ich werde jetzt aber noch ein offenes VM bauen bei dme ich ne kleine Kanzel anstecken kann wenns regnet.

titanium2006
10.04.2012, 03:46
Stummelflügel, ich hatte an so ausfahrbare "Raketenschächte" wie bei diesem einen Tarnkappenheli gedacht, aber mich dann doch zu einfachen Lampen vorn drin entschieden.
Solarzellen brauch ich nicht, wenn ich welche bräuchte wären die für einen eventuellen Motor, aber dazu bräuchte ich deutlich mehr fläche, oder deutlich Leistungsstärkere Solarzellen, beides ist keine Option, also bleibts nen Fahrrad.
Eine Cabrio-Variante ist bei mir auch drinne, ich habe sowieso eine geteilte Haube, den hinteren teil einfach aus den Angeln heben und Frischluft genießen.
Der recht große Lufteinlass vorn ist hauptsächlich zur Haubenbelüftung, damit nix beschlägt und natürlich auch für den fahrer, die Seitlichen Lufteinlässe sehen nicht nur geil aus, sie bringen auch die Luft um den rücken zu kühlen und den Oberkörper, wie ich die bei bedarf allerdings schließen kann weiß ich auch noch nicht.

98075

Aber sagmal, warum Randalieren denn deine Mitarbeiter an deiner Karosserie rum?

Hellhamster
10.04.2012, 10:40
ICH Depp hab das VM in den hinteren Teil des Hofs gestellt, und DIE Deppen haben beim Aufräumen einfach alles über ne "Trennwand" geworfen, hinter der das VM stand. Besonders ein kleiner Träger und eine 5mm 2qm Stahlplatte haben dann die Karosserie verbogen und einige Nieten reissen lassen. Cheffe meint ich sei selbst schuld, aber lassen wir das lieber, sonst reg ich mich noch wieder auf.

Ein VM sollt eimo dennoch über eine Batteire verfügen die sich über Solar immer gut laden lässt. In der Praxis ist ein Standlicht vorn und hinten extrem wichtig wenn man nachts an ner Ampel auf der Straße steht. Auch ein MP3-Player oder sogar kleine Aktiv-Boxen können damit befeuert werden. Ob man einen Blinker verwendne will bleibt jedem Selbst überlassen, die STVO ist in dieser Hinsicht hoffnungslos veraltet und kennt weder Velomobil noch LED. Fakt ist das Dich die Rennleitung auszählen kann weil Du nen nicht vorgesehenen Blinker verbaut hast, aber auch weil Du aufgrund der gschlossenen Karosserie mit der Hand keine Richtungsänderung anzeigen kannst. So oder So ist man mit nem VM nicht mehr ganz legal. Die LED-Leuchten sind auch nur legal weil die Sonderzulassungen haben, in der STVO sind die Teile NICHT vorgesehen. Aber wie ich schon mal sagte kommen die Regeln aus der Zeit der Mondlandung und seit dem hat sich technisch nichts mehr getan.

Mehr als eine Lampe zur Zeit ist übrigens in DE auch nicht für Fahrräder erlaubt, da KÖNNTE es auch Probleme geben wenn Du an den falschen polizisten gerätst. In DIESEM Fall würde ich Dir wirklich raten ne gute LED-Leuchte mit 40 oder 60 Lux mittig vorne anzubringen. Die darf natürlich dennoch gerne in die Karosserie eingelassen sein.

Zum Verschließen von Hauben und Luftöffnungen an der Seit ehabe ich mir bisher gedacht einfach starke Neodym-Magneten zu verwenden. Da gibt es ja recht günstig Möglichkeiten die 15 bis 20 Kilo Gewicht halten können, das müsste ausreichen um alles an Ort und Stelle zu halten.


Baust Du ne selbsttragende karosserie oder ein "Cabbed Bike" mit aufgesetzter Karosserie wie ich?

titanium2006
10.04.2012, 15:08
Das liegerad selbst ist wie deins selbsttragend, die Karosserie ist 2geteilt, eine bodenplatte die von unten dran geschraubt wird und dann die eigentliche Karosserie die auf die bodenplatte geschraubt wird.
Die Bodenplatte ist eine Verbundsandwichplatte bestehend aus MDF Deckplatten und Styrodur als stützstoff.
Ich hoffe dadurch eine größtmögliche biegesteifigkeit bei geringstmöglichem Gewicht und Bauaufwand zu bekommen.
Der ganze Zusammenbau ist vielleicht etwas komplex, also nicht dafür gedacht jeden tag die Karosserie drauf und ab zu machen, dafür ist sie innen aber auch schön ausgebaut und bietet wie gesagt auch offenes fahren.
Rehnerisch komm ich insgesamt auf 30kg +- 2-3kg

Ich habe nunmal eine geteilte Haube, der Vordere teil mit ca. 1,5kg ohne Rahmen wird nach vorn per Scharnier geöffnet, eine kleine gasdruckfeder hilft dabei.
Den hinteren teil wollte ich nach rechts öffnen lassen, in etwa wie bei den meisten Segelflugzeugen.
Nur muss ich mir dann noch Gedanken über einen Rahmen machen, denn das Plexi hält das allein nicht aus.

Zum Thema Akku hab ich mir dann doch noch mal Gedanken gemacht, und Solarzellen sind ja nur sinnvoll wenn man mehrere tage unabhängig sein will/muss, ansonsten wüsste ich nicht wie ich mit einem handy, ein paar led´s und evtl. ein paar Lautsprechern 4Amperstunden verbraten soll ;) aber vielleicht wird sich doch zeigen das ich Solarzellen haben möchte, dann nen kleineren Akku, ein Dynamo ist in jedem fall Pflicht.

Christoph1989
10.04.2012, 16:47
hab noch aus meinem alten projekt eine defekte und eine funkttionstüchtige solarpanels 9v/150ma-250ma so lala geschätzt

Kannst sie gerne für lau haben. Porto wäre dann aber fällig.

Schmerlie
19.07.2012, 12:37
Wie kommt Ihr denn mit euren Mobilen voran?

Hellhamster
19.07.2012, 17:34
Absolut mies, mieser gehts gar nicht. Ich finde nicht genügend Zeit um regeomäßig dran zu bauen, das Wetter ist zu schlecht und zu verregnet und es fehlt an einem trockenen Abstellort. Der Holzboden der provisorisch eingebaut war um die Karosserie erst einmal anzuheften ist mittlerweile völlig verrottet und kann entsorgt werden. Im Moment regnet es wieder wie aus Kübeln und in der Werkstatt werden Überstunden gemacht, alles steht voll und dort kann ich auch nicht arbeiten.

titanium2006
20.07.2012, 12:22
Bei mir siehts dann schon besser aus, mein 3D-Modell entwickelt sich stetig weiter, das Original in Real nimmt auch formen an.
98872
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Der Elektronikbaustein der den Bordcomputer darstellen soll ist auch schon Programmiert, Geschwindigkeitsanzeige, Intelligente Lüftersteuerung, Adaptives Kurvenlicht, Blinker und Bremslichtsteuerung.
Ich weiß, teilweise nicht ganz Legal, aber ich bau lieber 2 Lichter ein und lass jeweils das kurveninnere in die kurve reinleuchten, als Blind im dunkeln um die Ecke zu fahren, ähnlich verhält´s sich mit den Blinkern, Außerdem haben "normale" Fahrräder auch ein adaptives Kurvenlicht ;)

titanium2006
08.08.2012, 00:23
Hey Hellhamster,
ich weiß ja nicht wie weit du grad bist, aber falls sich irgendwann mal wieder die frage nach dem Material für die Scheibe stellt.
100% immer Plexiglas, ob Makrolon, Polycarbonat ... alles quatsch, es hat sicherlich gründe warum seit über 70 Jahren in Segelflugzeugen PMMA PolyMethylMethAcrylat (Plexiglas) Verwendet wird.
Schneiden: Laubsäge oder scharfes Cuttermesser. Bohren: Mit jedem Bohrer nur dafür sorgen das es nicht zu schmelzen beginnt. Verformen: wie beim Tiefziehen.

Und ich hab noch eine Frage, warum führst du (und auch alle anderen) die Ketten nebeneinander?

grüße Jan

polarie
08.08.2012, 14:27
Hey Hellhamster,
ich weiß ja nicht wie weit du grad bist, aber falls sich irgendwann mal wieder die frage nach dem Material für die Scheibe stellt.
100% immer Plexiglas, ob Makrolon, Polycarbonat ... alles quatsch, es hat sicherlich gründe warum seit über 70 Jahren in Segelflugzeugen PMMA PolyMethylMethAcrylat (Plexiglas) Verwendet wird.
Schneiden: Laubsäge oder scharfes Cuttermesser. Bohren: Mit jedem Bohrer nur dafür sorgen das es nicht zu schmelzen beginnt. Verformen: wie beim Tiefziehen.

Und ich hab noch eine Frage, warum führst du (und auch alle anderen) die Ketten nebeneinander?

grüße Jan

also Markolon wird beim TÜV auch abgenommen bei gechopten Autos als Frontscheibe.
von daher durchaus berechtigt.

was die kette angeht - keine ahnung aber eine vermutung:
nebeneinander braucht es nicht so viele führungs-achsen/blöcke.

wenn sie über kunsstoff laufen einfach nebeneinander über den block rattern lassen ...
wenns zahnräder sind... freilaufend - aber ebend nur an eine achse ->weniger bauaufwand.


just my2ct'S

Hellhamster
08.08.2012, 19:01
Im Moment immer noch auf Eis gelegt, keine Zeit, andere Dinge sind einfach wichtiger.
Was genau meinst Du denn mit "nebeneinander"? Durch die tiefe Sitzposition braucht man zwingend eine Umlenkrolle, und diese zwingt die Kette dazu sich nebeneinander zu überschneiden. Die Kette berührt sich dort aber nicht.

titanium2006
11.08.2012, 22:50
Also ich hab mir nochmal ein paar gedanken um die Makrolon vs. Plexiglas Keschichte gemacht.
Also 1. was Verarbeitung angeht sind sie quasi gleich, wie bei jedem Kunststoff muss man aufpassen das man keine Risse einarbeitet, sowohl beim bohren als auch beim sägen.
2. Kaltverformen ist bei beiden eine schlechte Idee, weil man sich so Spannungen einarbeitet, aber beide lassen sich im Tiefzeihverfahren verarbeiten, man sollte sie danach nur nochmal ein wenig erwärmen um letzte Spannungen raus zu kriegen.
3. das im Fahrzeugbau Makrolon verarbeitet wird kann ich mir vorstellen, wegen schlagzähigkeit, es ist etwas flexibler, aber eben auch weicher, aber als Frontscheibe? bist du dir da sicher? immerhin ist sie normalerweise teil der Struktur.
Aaaber, großes + für Plexi ist wohl der Preis, soweit ich das weiß ist Plexi nochmal günstiger.
Also da ich mir das im örtlichen Baumarkt zuschneiden lassen kann, werd ich bei Plexi bleiben, außerdem kenn ich mich da am besten mit der Verarbeitung aus ;)

Zum Thema Kettenführung, ich hab Zugkette und rücklaufende Kette immer schön übereinander gemacht, ich bin halt immer noch nicht davon überzeugt, dass es klug ist eine kette dauernd Atypisch zu verformen.
Und das sich die Ketten nicht berühren, davon geh ich mal aus, aber wie gesagt, dieses Umlenken hat mich zumindest nicht dazu gezwungen die ketten Parallel nebeneinander laufen zu lassen.

titanium2006
11.08.2012, 23:07
Zu meinem Projekt vielleicht noch ein paar Worte, die Hülle ist schon recht weit, sie wird nun doch nicht aus MDF platten, trotz des unschlagbaren Preises.
Ich werde das ganze aus Glasfaser Sandwich bauen, eigentlich ganz simpel, Positivkern aus Styroporplatten, von außen und innen jeweils 2 Lagen 80er Gewebe, ein verstärkter Haubenrahmen und fertig ist der Spaß.
Und es wird nicht wie oft von irgendwelchen Autotunern oder Modellspezies mit Polyesterharz oder gar Bootlack laminiert sondern selbstverständlich mit Epoxydharz.
Kommt mir ganz gelegen die ganze Sache, weil ich eigentlich aus dem Segelflugzeugbau komme.
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polarie
13.08.2012, 10:55
in dem fall hst du natürlich recht - wenn
die WSS als tragendes Teil am Fahrzeug ist -bekommst du keine eintragung.
war bischen doof ausgedrükt wegen dem "gechopten" ...
hier bei mir in der nähe hat einer ein Speedster gebaut -
der eben keine WSS mehr hat sondern eigenlich nur noch einen "Windabweiser" ...

DER ist aus Makrolon und wurde so vom TÜV auch abgesegnet.
Deshalb komm ich drauf ...

titanium2006
31.08.2012, 02:39
Mein Velo nimmt Form an, im wahrsten sinne des Wortes
99013
99014

Hellhamster
31.08.2012, 09:42
Sieht wirklich gut aus. Ich habe mittlerweile meinen Heck-Elektroantrieb verkauft da er an einigen Verbindungsstellen der Kabel anfing zu rosten. Muss ja nicht sein das sich wertvolle Ware kaputt und damit wertlos steht. Ich überlege im Moment komplett von vorn anzufangen und eine selbsttragende Karosserie zu wählen, die Zeit fehlt aber immer noch.

titanium2006
20.09.2012, 18:26
Für wieviel hast du denn den Elektroantrieb verkauft?
ich hab jetzt das Glasfaser drauf, Verstärkungen drin und einen provisorischen Haubenrahmen dran, fehlt nurnoch farbe, aber erste Probelacke an der Schnauze erzeugten nicht das gewünschte Ergebnis.
Man beachte die Lichteinfassungen für die Servogesteuerten Frontscheinwerfer, ich weiß es ist nur einer erlaubt.
99091

Hellhamster
20.09.2012, 20:11
Für 200,- Euro. Ich überlege gerade das Projekt ganz einzustampfen, wird ja doch nichts. Mittlerweile soll das Ding sogar aus der nassen Ecke verschwinden und ich weiss nicht wohin damit. Das ist wirklich zum Mäuse melken wenn man nicht mal 2 Quadratmeter trockene Abstellfläche hat.

schraubefix
26.10.2012, 22:32
Habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, nur zum Plexiglas ein Tip.
Beidseitig kratzfestes beschichtetes Polycarbonat in 1,5 mm Stärke.
ZU beziehen bei Kirsch Kunststofftechnik in Ebersbach (tut in meinem Cabbike gute Dienste)

romvor
05.11.2012, 14:11
Kommt mit bekannt vor:
http://diy-community.de/attachment.php?attachmentid=99091&d=1348154772

99392





..... Ich werde das ganze aus Glasfaser Sandwich bauen, eigentlich ganz simpel, Positivkern aus Styroporplatten, von außen und innen jeweils 2 Lagen 80er Gewebe, ein verstärkter Haubenrahmen und fertig ist der Spaß....mit Epoxydharz...

Servus, und was benutzt Du, damit es Dir nicht das Styropor zusammen "frisst" ? Folie?

Gruß

romvor

titanium2006
08.11.2012, 04:07
Epoxydharz ist PS fest, und da Styropor nichts anderes als Polystyrolschaum ist, hab ich keinerlei Probleme.
Mit was arbeitest du denn was Styropor auffrisst?

Hellhamster
08.11.2012, 10:18
Ich glaube Montagekleber kann Polystyrol verziehen, passiert zumindest bei relativ dünnen großen Platten.

titanium2006
16.11.2012, 10:49
Ich dachte eher an Kunstharze, weil dein Vorredner sich wohl auch auf die Matrix des GFK bezogen hatte
Ich hab den bisherigen Werdegang meines Velo´s mal aufgeschrieben.
http://www.jk-velo.de.rs