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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Toshi 10,4" XGA nativ, 250W



imported_el_Duderino
08.09.2007, 16:15
Moin!

So, nachdem ich jetzt vor kurzem bei einem Kumpel zum ersten mal einen DIY Beamer gesehen habe hat mich das Thema nicht losgelassen und jetzt fange ich selber grade an zu basteln :).

Um das ganze für mich selbst zu Dokumentieren und hier auch Tips und Hilfe zu erhalten, habe ich mich entschlossen das ganze hier in einem Tagebuch festzuhalten. Dann können gegebenenfals auch andere aus meiner Dummheit lernen ;).

Materialien sind bereits fast alle da!

10,4" TOSHIBA LTM10C306L von MOK
250W HQI set von Gadaffy
Kopfspiegellampe als Reflektor (95mm) (http://www.eas-y.de/ARTIKEL/scharnberger+hasenbein-globelampe-si-230v-e27-41972-kopfsp-d95mm-60w-kl-41-972.html)
Kondensor: Diameter 114mm, Brennweite 160 (?)
220/295 Doppelfresnel
317er Objektiv (7xmm Diameter)

Ich hatte mich zuerst nach Obi's aus Episkopen umgesehen, habe aber sehr häufig von Problemen aufgrund der hohen Länge gehört. Daher ein schön kurzes.

Den endgültigen Abstand zur Leinwand kenne ich nicht, da ich in nächster Zeit nocheinmal umziehen werde. Daher gehe ich den Bau auch etwas gemütlicher an.

Ich werde allerdings probieren möglichst alle Komponenten flexibel zu halten, da ich öfters gelesen und gehört habe, dass die Berechnungen meist nicht hinhauen. So kann die feinjustierung noch später geändert werden, fals er mal umgestellt wird.

Bisher existiert die Halterung für den Kondensor (von nem Kumpel, der zugriff auf Drehbank etc. dank Arbeit hat, erstellt worden) und ich habe Die Kopfsiegellampe mit Ofensilikon eingekleistert und abgedremelt.
Ich hatte leider keine Diamanttrennscheibe, aber es ging auch mit einer normalen ziemlich easy.
Die geraden Schnitte sind wirklich perfekt geworden, allerdings kam es bei den Aussparungen zu leichten Rissen und es ist nicht 100% eben. Hier wäre doch ein kleinerer Aufsatz besser gewesen, am besten Diamantstaub beschichtet.

Naja, dass Ergebniss ist aufjedenfall für mich mehr als zufriedenstellend und ich brauche die zweite Lampe, welche ich für den Notfall gekauft habe nicht auch noch zu zerschneiden.
Wenn man die Lampe reinlegt ist sie ca. 1mm unter der mittleren Ache und hat auch zu den Seiten Platz. Somit kann sie mit den Sockeln gut in der Mitte Platziert werden und sich gegebenenfals bei Betriebstemperatur etwas ausdehenen, ohne das Spannungen entstehen.

Bilder gibt es morgen oder übermorgen, wenn ich mein USB Kabel mal rausgekramt habe ;)

Den Reflektor wollte ich jetzt eigentlich in einen Gipsblock gießen und an den Seiten gebogene Blechstücke montieren, an denen ich die Sockel befestigen kann. Wird allerdings recht klobig und schwer...
Fals wer hier andere Vorschläge hat, gerne her damit!

Das wars fürs erste.

Greetz

Michael

entarger
08.09.2007, 16:46
Ich hatte mich zuerst nach Obi's aus Episkopen umgesehen, habe aber sehr häufig von Problemen aufgrund der hohen Länge gehört. Daher ein schön kurzes.

AFAIK tritt das nur bei großen Displays auf, wie zum Beispiel bei den 15" Displays. Bei den kleinen Größen (bis 12") sind die Episkop-Objektive die erste Wahl (großer Durchmesser!).

imported_el_Duderino
08.09.2007, 17:43
Ich hatte es auch schonmal bei einem um die 10" gelesen, aber kann jetzt natürlich nicht sagen das es wirklich am Obi lag. Vielleicht war da auch was anderes krumm.

Jedenfals habe ich erstmal das kleine, nachrüsten kann ich später ja immernoch. Eventuell ergibt sich ja irgendwann mal die möglichkeit das zu testen.
Mir war nur das Risiko zu groß da 50-70€ zu bezahlen und nachher ärger damit zu haben. Bei den Kleinen habe ich gesehen, dass die problemlos funktionieren und sie sind vorallem günstiger :).

imported_el_Duderino
28.09.2007, 21:18
So, habe jetzt endlich wieder Zeit zum Basteln gefunden, bin allerdings auf die nächsten Probleme gestoßen.

Als ich das Display auseinander nehmen wollte bin ich mit meinen normalen Schraubenziehern ersteinmal gescheitert.

Also kamen die Präzisionsschraubendreher zum Einsatz. Ich habe ungefähr 15 Minuten für 2 Schrauben gebraucht, danach war die Spitze komplett auf, meine Hände haben geblutet und der Schraubenzieher war verbogen... Die Schrauben sind selbst für meine Präzisionsschraubenzieher zu klein.

Kann man die Schrauben einfach aufbohren? Was würdet ihr sonst empfehlen?

TbM
29.09.2007, 03:39
Uhrmacher-Schraubenzieher sollten da nicht "verbiegen" (diese günstigen Schraubendreher jedoch verbiegen sehr schnell oder brechen ab)... oder meinst du diese Mini-Torx? Ich hab mir solche mal angeschafft weil ich mein Nokia nach der Waschmaschine nicht richtig trocken bekommen habe ohne es auseinanderzunehmen...

imported_el_Duderino
01.10.2007, 16:56
Ne, sind schon Kreuzschlitz, aber so klein dass wie gesagt selbst meine kleinsten Präzisionsschraubenzieher zu groß sind. Uhrmacherwerkzeug wäre schon was feines, aber sicherlich auch nicht grade günstig. Ich hätte da ansonsten eigentlich keinen Verwendungszweck für.

Naja, ich werde mal schauen ob ich irgendwo soetwas auftreiben kann, aber hat vielleicht sonst jemand eine Idee?

TbM
01.10.2007, 17:12
Ein Spitzes Messer, zB. ein Taschenmesser, aber vorsicht mir ist dabei leider die Spitze meines "Schweizers" abgebrochen weil die Schrauben wirklich "abgrundtief" Fest saßen...

philtheman
01.10.2007, 17:40
Eine Spitzzange hilft, wenn der Kopf gut greifbar ist, um Kleber und Reibung zu beenden.

matl
01.10.2007, 18:04
kopf greifen kannst du bei den teilen auch vergessen.... der ist geschätzt ca 0,2mm hoch.....

Ich hab die schrauben mit einem schlitz-feinmechanikschraubenzieher aufbekommen. sollte der zu dick sein einfach mit sehr feinem schleifpapier etwas abschleifen. bei mir ging auch nur der kleinste schraubendreher den ich gerade da hatte, alles andere war viel zu groß....

aufbohren würde ich nur wenn der schraubenkopf hinüber ist, mir wäre das sonst zu gefährlich....

Gruß
matl

imported_el_Duderino
02.10.2007, 14:54
Soooo, bin weiter gekommen. Ich habe matl's Rat befolgt und den feinsten Feinmechaniker Schlitzschraubenzieher den ich hatte ungefähr auf die hälfte runtergeschliffen und es hat funktioniert :).

Allerdings waren die letzten beiden Schrauben so fest das sich nichts bewegte und die Spitze kaputt ging.. Also den nächsten runtergeschliffen - gleiches Spiel, nur das jetzt auch noch die Schraubköpfe kaputt waren..

Also Bohrmaschine geholt, schön kleinen Bohrer rein und vorsichtig durchgebohrt (alle Schichten waren mit Gewinden versehen, so dass das Abtrennen des Kopfes nicht gereicht hätte).

Der Rest war dann sehr einfach. Innenleben raus und das eigentliche Display (gibt es da nen Fachausdruck für?) einfach in dem Ramen gelassen.

Habe es mit feuchten Händen grade testweise angeschlossen - und es funktioniert noch :weih:.

An alle Nachahmungstäter: Wenn ihr keine sehr guten Schraubenzieher habt (ich habe eigentlich schon eine nette auswahl an recht vernünftigen), würde ich im Nachhinein evtl. mal mit dem Display bei einem Uhrmacher o.ä. vorbeischauen. Der zeitliche Aufwand rentiert sich im endeffekt... ich habe wirklich ewigkeiten vor diesen paar blöden Schrauben gesessen.

Erstmal vielen Dank für die Tips! Melde mich die Tage mal wieder und muss endlich mal das USB Kabel für mein Handy suchen um die ersten pics hochzuladen.