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Storm
07.01.2007, 19:05
Israel soll Atomschlag gegen Iran planen
Israel hat einem Bericht der britischen „Sunday Times“ zufolge geheime Pläne entwickelt, die iranischen Atomanlagen mit Atomwaffen zu zerstören. Das Blatt beruft sich auf israelische Militärkreise.

Die „Sunday Times“ berichtete, zwei Flugstaffeln seien dafür ausgebildet worden, die Uran-Anreicherungsanlage in Natans mit sogenannten Bunker brechenden Waffen anzugreifen. Unterdessen kritisierten reformorientierte iranische Parlamentarier am Wochenende die Politik der Regierung in Teheran im Atomstreit mit dem Westen.

Dem Bericht der „Sunday Times“ zufolge sehen die Pläne Israels vor, die Anlage in Natans durch unterirdisch gezündete Atomsprengköpfe zu zerstören. Zwei weitere Atomanlagen bei Arak und Isfahan sollten mit konventionellen Waffen angegriffen werden. Israelische Piloten hätten bereits mit Flügen nach Gibraltar für die 3200 Kilometer lange Strecke zu den iranischen Zielen geübt.

Der Atomschlag sei als letztes Mittel vorgesehen, falls ein Angriff mit konventionellen Waffen verworfen werde und die USA nicht eingriffen, schrieb die Zeitung. Durch die Lancierung der Pläne an die Medien solle möglicherweise Druck auf den Iran ausgeübt werden, sein umstrittenes Atomprogramm zu stoppen. Der UN-Sicherheitsrat hatte kürzlich Sanktionen gegen den Iran verhängt, um ihn zum Stopp seiner Urananreicherung zu zwingen. Iran hat stets Vorwürfe zurückgewiesen, das Land arbeite unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an Nuklearwaffen.

Eine israelische Regierungssprecherin lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Israel verfolgt mit Blick auf seine als offenes Geheimnis geltende Atombewaffnung eine Politik der „Zweideutigkeit“ und kommentiert entsprechende Berichte grundsätzlich nicht, um kein Wettrüsten in der Region auszulösen. Das Land sieht sich durch die Atompolitik des Iran gefährdet und hat Präventivschläge niemals ausgeschlossen. 1981 zerstörte Israel einen Atomreaktor im Irak. Experten bezweifeln aber, dass Israels Militärkapazitäten zur Zerstörung der weit umfangreicheren iranischen Atomanlagen ausreichen würden.

In israelischen Verteidigungskreisen wurde der Bericht der „Sunday Times“ als „psychologische Kriegführung“ abgetan. Dass Israel Atomwaffen für einen solchen Angriff einsetzen werde, sei äußerst unwahrscheinlich. „Israels atomare Option, sofern es sie gibt, ist ausschließlich Teil einer Zweitschlagsdoktrin“, hieß es in den Kreisen. Eine solche Abschreckungsstrategie zielt darauf ab, bei einem Großangriff auf eigenes Territorium einen massiven Vergeltungsschlag sicherzustellen.

Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums sagte, der Zeitungsbericht mache deutlich, dass Israel die „Hauptbedrohung des Weltfriedens und der Region“ sei. „Jedes Vorgehen gegen den Iran wird nicht unbeantwortet bleiben, und der Angreifer wird seine Handlung sofort bedauern“, fügte er hinzu. Irans Reformisten warfen der Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad Versagen vor, weil in ihren ersten 18 Monaten im Amt zwei UN-Resolutionen gegen das Atomprogramm des Landes beschlossen worden seien. „Der einzige Weg, um die Krise zu entschärfen, ist, mehr Vertrauen aufzubauen“, sagte der Sprecher der reformorientierten Parlamentsfraktion, Nureddin Pirmoassen, der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag. „Aber eine Holocaust-Konferenz einzuberufen und die Hamas-Regierung finanziell zu unterstützen, das führt nur zu Misstrauen und Spannungen.“ Falls die Atomkrise nicht binnen 60 Tagen beigelegt sei, würden die Reformisten ein Amtsenthebungsverfahren gegen Außenminister Manuchehr Mottaki einleiten.

Quelle : haz.de (http://www.haz.de/politik/293704.html)

Meister Joda
07.01.2007, 19:25
mann... hab ich auch gelesen...

ist doch schließlich meine Zeitung *g

;-)